Joachim Löw wurde mit der Nationalelf 2008 Vize-Europameister. DIE BILDER DES TRAININGSLAGER ZUM DURCHKLICKEN © getty

Bundestrainer Joachim Löw und Keeper Roman Weidenfeller sprechen auf der Pressekonferenz. SPORT1 hat die wichtigsten Fakten.

München/St. Martin - Ein turbulentes Trainingslager mit einem Unfall bei einem Sponsorentermin, dazu viele Sorgen um verletzte Spieler: Dennoch hat Bundestrainer Joachim Löw ein positives Fazit gezogen zum Abschluss der Tage in Südtirol.

Vor allem der Teamgeist macht Löw mit Blick auf die WM in Brasilien Mut, Dortmunds Keeper Roman Weidenfeller trägt seinen Teil dazu bei. Auch er war bei der Pressekonferenz zu Gast (DATENCENTER: Der Spielplan der WM 2014).

SPORT1 fasst die wichtigsten Aussagen und Fakten zusammen:

(Alle weiteren Aussagen von Joachim Löw und Roman Weidenfeller finden Sie im LIVE-TICKER zum Nachlesen)

Weidenfeller steht gegen Kamerun im Tor

Löw kündigte an, dass beim Testspiel gegen Kamerun am Sonntag Dortmunds Torhüter Roman Weidenfeller die Nummer eins sein werde. Die Partie in Gladbach wird so für Weidenfeller ein wichtiger Test. Manuel Neuer solle dagegen, laufe alles bei dessen Heilung nach Plan, dann gegen Armenien das Tor hüten.

Weidenfeller hochmotiviert

Roman Weidenfeller freute sich über die lobende Worte Löws, der ihn sportlich und menschlich "als großen Gewinn" bezeichnet. Und dem Dortmunder war anzumerken, was die WM für ihn persönlich bedeutet ( 895607 DIASHOW: Das DFB-Team in Südtirol ).

"Ein besonderes Highlight", sagte Weidenfeller zur nahen WM. "Ich freue mich lange beim Turnier dabeizusein und vielleicht mit dem Cup nach Hause zu kommen." Solche Worte wollen die Fußballfans in Deutschland hören.

Volle Unterstützung für Neuer

Löw glaubt fest daran, dass Neuer bis zur WM wieder fit ist. Der Keeper und auch Kapitän Lahm seien zudem Spieler, die rasch den Rhythmus wieder finden würden. Weidenfeller will zudem keinen Torwartkrieg entfachen, verspricht die Nummer 1 zu unterstützen.

"Ich gehe davon aus, dass Manuel Neuer am ersten Tag der WM im Tor stehen wird", sagte Weidenfeller in Südtirol.

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Entwarnung bei Lahm

Löw ist gelassen, was die Genesung seines Kapitäns Philipp Lahm anbetrifft. Der Bayern-Star musste am Freitag das Lauftraining abbrechen, hielt sich das lädierte Sprunggelenk.

Der Bundestrainier informierte sich dazu sofort bei der medizinischen Abteilung.

"Das war wohl eine ganz leichte Überbelastung", erklärte der Bundestrainer: "Es war eine Vorsichtsmaßnahme. Er hat in den vergangenen zwei, drei Tagen viel trainiert. Am Nachmittag braucht er etwas Ruhe. Am Samstag kann er wieder mit dem Ball arbeiten." Gegen Kamerun steht Lahm aber natürlich noch nicht im Kader.

Teamgeist besser als 2012

Für Bundestrainer Löw stellt sich die Stimmung im Team trotz der Verletzungsmisere als richtig gut da. Und er deutet an, dass die Stimmung besser sei als 2012 bei der EM in Polen und der Ukraine.

Der Bundestrainer erklärte, dass 2012 die Bayern-Spieler nach dem verlorenen Champions-League-Finale "sehr enttäuscht" gewesen seien. Damals seien die Gruppen zu unterschiedlichen Zeitpunkten angekommen, jetzt habe er schon recht früh alle Spieler zur Verfügung.

Die öffentliche Aufregung ums Team relativiert Löw. "Wenn Lahm einen Schnupfen hat, droht er vermeintlich auszufallen, die Erwartungen wechseln ständig, für mich spielt das keine Rolle. Wir reisen als Mitfavorit nach Brasilien", sagte Löw auf SPORT1-Nachfrage dazu.

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