Sami Khedira kehrt nach seiner Verletzung im Eiltempo zurück. Er ist noch nicht in Top-Form, aber weiter als andere DFB-Sechser.

Es waren 59 Minuten, die Hoffnung machen. Eine knappe Stunde, die viel aussagt.

Über die Disziplin, den Ehrgeiz, den Willen von Sami Khedira. Aber auch über die Lage bei der deutschen Nationalmannschaft.

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Khedira ist - Stand heute - auf der Sechs die Nummer eins.

Obwohl sein auskurierter Kreuzbandriss gerade einmal sechs Monate zurückliegt.

Obwohl er seit seinem Comeback erst 178 Pflichtspiel-Minuten bestritten hat.

Obwohl im DFB-Aufgebot Ausnahmekönner wie Bastian Schweinsteiger oder Philipp Lahm auf dieser Position zur Verfügung stehen. Zumindest theoretisch.

Schweinsteigers Fitness ist immer wieder ein Problem. Auch momentan. Lahm ist ebenfalls verletzt. Die Sorge ist groß. Trotz aller offizieller Entwarnungen.

Da kommt Khedira gerade recht.

Auch der Real-Star war bei seinem Einsatz im Champions-League-Finale noch nicht in Top-Form ( 897043 DIASHOW: Die Bilder des Finals ).

Aber er war weiter, als es Schweinsteiger und Lahm derzeit sind.

Klar, bis zum ersten WM-Spiel gegen Portugal sind es noch rund drei Wochen. Wahrscheinlich ausreichend Zeit, um alle Blessuren auszukurieren.

Aber wenn doch nicht? Die Zeit drängt. Zumal die Auswahl hinter den etablierten Kräften eher dünn ist.

Lars Bender musste bereits verletzt die Segel streichen. Christoph Kramer und Matthias Ginter sind international noch völlig unerprobt.

Da machen 59 Minuten Hoffnung. Sie müssen es.

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