Die deutsche U-20-Nationalmannschaft testet das A-Team in drei Testspielen © getty

Die deutsche U 20 fordert die DFB-Stars heute als Sparringspartner. Stuttgarts Robin Yalcin spricht bei SPORT1 über die Tests.

Vom DFB-Team berichten Thorsten Mesch, Jochen Stutzky und Onur Özdamar

St. Martin/Passeiertal - Am Samstagabend sahen sich die deutschen U-20-Nationalspieler Sami Khedira noch im Fernsehen an.

Zusammen mit Trainer Frank Wormuth und dem Betreuerteam saß die komplette Mannschaft im Hotel Quellenhof im Passeiertal und drückte dem Mittelfeldspieler von Real Madrid im Champions-League-Finale gegen Atletico die Daumen. Es half.

"Es freut nicht nur mich, sondern uns alle, dass er es geschafft hat, rechtzeitig für das Finale fit zu werden", sagte Robin Yalcin zu SPORT1: "Und weil er ein Stuttgarter Junge ist, freue ich mich umso mehr."

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"Ein ganz besonderer Tag"

Der 20-jährige Yalcin spielt beim VfB Stuttgart, für den er in der abgelaufenen Saison in der Bundesliga dreimal eingewechselt wurde.

Am Sonntag kann der Mittelfeldspieler sein Können auf vielleicht noch höherem Niveau unter Beweis stellen. Am Nachmittag (17 Uhr) spielt er mit der U 20 gegen die Stars von Bundestrainer Joachim Löw.

"Es ist ein ganz besonderer Tag für uns, weil die Jungs ja in gewisser Weise unsere Vorbilder sind", erklärt Yalcin.

Einige der U-20-Spieler haben schon häufiger oder regelmäßig ihren Vereinen bei den Profis gespielt. Doch das, was nun in Südtirol ansteht, ist dann doch noch einmal etwas anderes. Yalcin Co. sollen die Nationalmannschaft testen, in gewisser Weise fit für die WM machen. ( 895607 DIASHOW: Das DFB-Team in Südtirol )

Günther durfte schon bei Löw spielen

Der Kölner Yannick Gerhardt schaffte mit dem FC den Aufstieg in die Bundesliga, der Fürther Niclas Füllkrug verpasste ihn knapp.

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Christian Günther vom SC Freiburg spielte sogar schon im A-Nationalteam. Beim Testspiel gegen Polen vor knapp zwei Wochen wurde der Abwehrspieler eingewechselt.

Ein bisschen aufgeregt sind die deutschen Nachwuchskicker vor dem Duell mit Mesut Özil, Thomas Müller Co. dennoch. Aber das ist sei völlig normal. "Nervosität gehört immer dazu. Solange es keine Angst ist, ist es völlig okay", meint Yalcin.

"Wir sind Sparringspartner"

Natürlich wäre es eine Horror-Vorstellung, wenn sich einer von Löws Stars im Zweikampf mit einem der Nachwuchsspieler verletzen würde. Doch daran denken die Youngster nicht.

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"Wir sind Sparringspartner, wir müssen die Jungs fordern, auch mit der nötigen Härte", erklärt Yalcin:

"Wenn man aber mit der Angst reingeht, jemanden zu verletzen, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass es passiert. Es ist natürlich völlig klar, dass man zum Beispiel nicht von hinten reingrätscht."

Wormuth in engem Kontakt mit Löw

Am Samstag durften die Spieler zunächst beim Rafting entspannen, anschließend stand eine Videoanalyse als Vorbereitung auf das Spiel am Sonntagnachmittag auf dem Programm.

U-20-Coach Wormuth, als Spieler einst Löws Vereinskollege beim SC Freiburg und bei Fenerbahce Istanbul sein Co-Trainer, steht in engem Kontakt zum Bundestrainer.

"Joachim Löw wird mir abends sagen, was er am nächsten Tag trainieren möchte. Dann schaue ich mir Videos an, trainiere das am nächsten Morgen mit der Mannschaft - und am Nachmittag wird das dann im Testspiel umgesetzt", erklärte Wormuth der "Bild".

Seine Mannschaft solle "verhaltenstaktische Dinge von potenziellen Gegnern darstellen."

Ronaldo heute schon gefragt?

Welchen Gegner Wormuths Jungs am Sonntag simulieren sollen, wollte oder konnte allerdings noch niemand verraten. Vielleicht Portugal mit Cristiano Ronaldo, den Weltfußballer und Real-Klubkollegen von Khedira.

Der frisch gekürte Champions-League-Sieger wird am Montag in Südtirol erwartet, am Dienstag steht dann das zweite von insgesamt drei Testspielen gegen die U 20 auf dem Programm.

Dann können Yalcin und seine Mitspieler dem Real-Star live auf dem Platz begegnen.

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