SPORT1-Reporter Jochen Stutzky berichtet von der Auslosung in Brasilien © SPORT1

Joachim Löw ist mit dem DFB-Tross im WM-Land angekommen. Nach der Landung hatte der Bundestrainer ganz andere Sorgen als die Auslosung.

Aus Brasilien berichten Thorsten Mesch und Jochen Stutzky

Costa do Sauipe - Als Joachim Löw am Mittwochmorgen auf dem Flughafen in Salvador landete, wischte er sich erstmal den Schweiß von der Stirn.

Mehr als 30 Grad Celsius zeigte das Thermometer in der Hauptstadt des Bundestaates Bahia. Beim Abflug in München hatten am Dienstagabend noch Temperaturen um den Gefrierpunkt geherrscht.

Nach der Ankunft streckte sich Löw vor dem Flughafengebäude in Salvador, der Pulli war da längst einem schwarzen Poloshirt gewichen.

In Salvador und in Costa do Sauipe, wo am Freitag die Vorrundengruppen für die Weltmeisterschaft 2014 ausgelost werden, bringt die hohe Luftfeuchtigkeit Besucher aus Europa schnell ins Schwitzen.

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Über die Kokos-Straße Richtung Norden

Der Bundestrainer, DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock, Teammanager Oliver Bierhoff und Löws Assistent Hansi Flick bekommen in Brasilien einen Vorgeschmack auf die klimatischen Bedingungen bei der WM im kommenden Jahr.

Flip-Flops, Shorts und Sonnenbrille sollten nicht im Gepäck fehlen, auch wenn sich die Sonne am Mittwoch hinter kleinen Wölkchen versteckte.

Vom Flughafen ging es für den DFB-Tross im Shuttle-Fahrzeug 75 Kilometer auf der "Estrada de Coco" in Richtung Norden.

Kokos-Straße wird sie genannt, weil die gesamte Atlantikküste in dieser Gegend von Kokos-Palmen gesäumt wird.

Millionenschweres weißes Monstrum

Der Auslosungsort Costa do Sauipe ist ein beliebtes Ferien-Resort mit Golfplätzen und anderen Attraktionen, aber in diesen Tagen ist er nicht für jedermann zugänglich.

Wer rein will, muss an der Einfahrt seine Akkreditierung vorzeigen.

Nach ein paar Kurven richtet sich der Blick über weiße Dünen und Palmen bis zum Meer.

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Das harmonische Bild wird allerdings jäh gestört durch ein riesiges weißes Monstrum aus Stahlgerüsten und Plastikplanen:

Die Arena Sauipe wurde extra für mehr als vier Millionen Euro für die Auslosung errichtet, einen Schönheitspreis wird sie aber nicht gewinnen.

Urlaubsstimmung im DFB-Quartier

Etwas mehr Urlaubsstimmung kommt im "Sauipe Class", dem Quartier der deutschen Delegation, auf.

Wunderschön hingegen ist das "Tivoli" Ecoresort in Praia do Forte. Die traumhafte Anlage liegt etwa 25 Kilometer südlich des Auslosungsorts und ist das Top-Hotel der Region.

Es gehörte bis vor kurzem noch zu den potenziellen Quartieren der deutschen Nationalmannschaft während der WM.

Idyllisch gelegen zwischen einem kleinen See und dem Meer, wären dort sicher keine Wünsche offen geblieben.

Doch in welchen Städten die deutsche Mannschaft ihre Spiele während der WM austragen wird, das wird ebenso erst am Freitag feststehen wie die Gegner der deutschen Auswahl.

Löw: Keine Angst vor den Großen

Angst vor einer drohenden Hammergruppe hat der Bundestrainer nicht (BERICHT: DFB droht Hammergruppe).

"Bei der EM 2012 haben wir auch akzeptiert, dass wir mit Holland, Portugal und Dänemark in der Vorrunde auf drei Top-Ten-Teams der Weltrangliste getroffen sind. Eine viel stärkere Gruppe kann es bei der WM gar nicht geben", meint Löw.

Beim Turnier in Brasilien müsse man "sieben Spiele auf einem Topniveau sein und darf sich keine Schwächephase erlauben", betont der Bundestrainer ( 816007 DIASHOW: Die Lostöpfe im Überblick ).

Genau das wird aber in der brasilianischen Sauna eine enorm große Herausforderung werden

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