Joachim Löw ist seit 2006 Bundestrainer, davor war er seit 2004 Assistent an der Seite von Jürgen Klinsmann © getty

Bundestrainer Joachim Löw will gegen Paraguay beide Angreifer testen. Zwei Dortmunder machen ihm Sorgen.

München - Zehn Monate vor der WM in Brasilien hat Joachim Löw das Turnier bereits in den Mittelpunkt seiner Arbeit gestellt.

Vor dem ersten Länderspiel des WM-Jahres in Kaiserslautern (Mi., ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKERund auf SPORT1.fm) gegen Paraguay trat der Bundestrainer mit einer Liebeserklärung ans Offensivspiel an die Öffentlichkeit.

"Vor uns liegt ein Jahr der Fokussierung und der Konzentration", sagte Löw am Dienstag in Mainz: "Alle müssen bereit sein, viel zu investieren in den Willen und die Bereitschaft, unsere Ansprüche zu erfüllen - und die sind hoch. Diese WM wird eine WM des Willens und der Durchsetzungsfähigkeit."

Fans sollen stolz sein

Ihm sei es wichtig, dass "die Fans am Ende stolz auf uns sind. Sie wollen uns kämpfen und leidenschaftlich spielen sehen. Sie wollen Spaß haben am Spiel der Mannschaft."

Das haben die Anhänger oberflächlich an einer offensiven Mannschaft, im Endeffekt natürlich aber vor allem an einer erfolgreichen.

Schon der Gegner für das erste Spiel der WM-Saison ist bewusst mit Blick auf die WM gewählt.

Paraguay "körperlich wahnsinnig robust"

"Es ist gut, wenn wir von den Europäern wegkommen", betonte der Bundestrainer: "Bei der WM werden wir sicher schon in der Gruppe auf den ein oder anderen Asiaten oder Südamerikaner treffen."

Diese auf "Samba-Fußball" zu reduzieren, sei jedoch "ein Irrglaube". Wie Ecuador - vom DFB Ende Mai 4:2 bezwungen - und Chile, auf das die DFB-Auswahl im März treffen wird, sei Paraguay "körperlich wahnsinnig robust, sie schonen weder sich selbst noch den Gegner".

Einsatzgarantie für Gomez und Klose

Gegen den Weltranglisten-49. wird der Weltranglisten-Zweite wohl mit der bestmöglichen Elf beginnen.

Löw kündigte an, das Wechselkontingent (6) wegen der frühen Saisonphase komplett auszuschöpfen.

Und er hat den beiden Angreifern Miroslav Klose und Mario Gomez eine Einsatzgarantie für das Testspiel gegeben.

"Ich kann mir vorstellen, dass beide Stürmer eine Halbzeit spielen. Beide werden auf jeden Fall zum Einsatz kommen", sagte Löw.

Gündogan angeschlagen

Fragezeichen stehen dagegen hinter den Dortmundern Ilkay Gündogan und Marco Reus. Gündogan hatte Rückenproblemen und wurde gespritzt.

"Wenn es Probleme gibt, werden wir vernünftig sein und ihn nicht einsetzen", so der Bundestrainer.

Die Stimmung im Lande ist jedenfalls gut. Nachdem bereits über 20.000 Zuschauer der DFB-Auswahl beim öffentlichen Training in Mainz einen euphorischen Empfang bereitet haben, ist das Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern am Mittwoch mit 47.500 Fans ausverkauft.

Die voraussichtliche DFB-Startelf:

Neuer - Lahm, Boateng, Hummels, Schmelzer - Khedira, Gündogan (Lars Bender) - Müller, Özil - Reus, Klose

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