Die Nationalmannschaft besiegt Angstgegner Frankreich. Die Sicherheit ist wieder da, Löws Mannschaft nimmt Kurs auf Brasilien.

Mit dem 2:1 in Frankreich hat die deutsche Mannschaft einen ihrer Angstgegner geschlagen.

Seit 1987 hatte es keinen Sieg gegen die Equipe Tricolore gegeben, gar seit 1935 keinen im Nachbarland. Und im Stade de France hatte es bei zwei Auftritten zuvor keinen deutschen Treffer gegeben.

Die Misere gegen die Grande Nation ist gestoppt. Ein Prestigeerfolg für Joachim Löw und seine Spieler mit einer ansprechenden Leistung.

"Solche Spiele zeigen, dass auch Freundschaftspiele echte Tests sein können", freute sich der Bundestrainer.

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Allzu hoch hängen sollte man den Sieg nicht, das weiß Löw. Doch zumindest stimmt das 2:1 sehr zuversichtlich, dass die DFB-Auswahl wieder in der richtigen Spur ist.

Einsatz, Konzentration, Spielfluss ? das alles stimmte. Die deutsche Elf, obwohl ersatzgeschwächt, dominierte über weite Strecken ihren Gegner.

Der hatte zuletzt mit einem Sieg in Italien und einem Remis in Spanien gezeigt , dass er mit seiner neu formierten Mannschaft auf dem Weg zu alter Stärke ist.

Alte Stärken zeigte das deutsche Team am Mittwochabend vor allem im Spielaufbau, und das mit neuen Kräften, wie dem starken Ilkay Gündogan, und ? nicht mehr ganz ? neuem System.

In der letzten halben Stunde stand kein echter Mittelstürmer auf dem Platz, Mesut Özil agierte als hängende Spitze.

Wichtiger als die Diskussion um die Positionen im Angriff ist jedoch die Feststellung, dass die deutsche Elf insgesamt viel sicherer auftrat als bei der EM oder beim 4:4 in der WM-Quali gegen Schweden im Oktober.

Die Balance zwischen Offensive und Defensive stimmte, bis auf kleine Wackler stand die Abwehr sicher.

Zwar lief noch nicht alles perfekt, das alte Manko der nicht optimalen Chancenverwertung fiel auch in Frankreich auf.

Aber der Sieg, wenn auch nur in einem Test, war zumindest ein wichtiger Schritt auf dem Weg nach Brasilien.

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