Erst fährt nichts, dann geht es im Eiltempo von Amsterdam an die Nordsee und zurück. Und am Ende gibt es ein schönes Schlusswort.

Dienstagmorgen, 11.30 Uhr, endlich Ankunft in Amsterdam.

Auf der Mailbox 6 Anrufe des DFB: Wann ich denn nun zum vereinbarten Interview mit Oliver Bierhoff kommen werde? Kein Problem, sage ich, ist ja trotz der Verspätung des Fliegers noch eine Stunde Zeit.

Dumm nur, dass aus nicht zu erfahrenden Gründen der komplette Zugverkehr am Flughafen Schiphol eingestellt wurde und nun eine dramatisch lange Schlange auf Taxen wartet.

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Doch effektiver als mancher Nachbar haben die Niederländer alles im Griff, so dass die Wartenden unglaublich schnell an die Reihe kommen.

Kein Stau auf der Fahrt ins Teamhotel, "Sie haben ihr Ziel erreicht" - pünktlich! Wer sich Zeit lässt, ist allerdings Oliver Bierhoff. Doch dann wird es ein angenehmes Gespräch in einer heimeligen Sitzecke mit künstlichem Kaminfeuer.

Gespräch zu Ende, los geht's zum nächsten Termin: Mit vier Kollegen und Arbeitsgepäck im engen Mietwagen 45 Minuten nach Nordwijk an Zee. Direkt am Meer liegt das "Huis ter Duin", was in Wahrheit ein riesiges Nobelhotel ist.

Und im ersten Stock empfängt Bondscoach Louis van Gaal gut gelaunt in Trainingsanzug, Badeschlappen und sichtlich schlanker als zu seiner Bayern-Zeit.

Am Ende verabschiedet er sich von einem deutschen Journalisten, der sich über das lockere Auftreten des einst so verbissenen "Tulpen-Generals" gewundert hatte, sogar per Handschlag.

Und weiter geht es, vorbei an der tosenden Nordsee direkt in die Feierabend-Rush Hour rund um Amsterdam. Gerade noch rechtzeitig wird das Abschlusstraining der deutschen Mannschaft erreicht.

Dann endlich Einchecken im Hotel, Umziehen und schon wartet die nächste Veranstaltung: Einer der DFB-Hauptsponsoren empfängt die mitgereisten deutschen Journalisten auf einem Schiff am Hafen.

Neben Häppchen und Getränken gibt es Gesprächsrunden mit Ajax-Coach Frank de Boer und DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock, auch Oliver Bierhoff schaut auf einen Drink vorbei.

Wir verabschieden uns zu vorgerückter Stunde und wollen den Abend im kleinen Kreis ausklingen lassen. Ein ortskundiger Kollege führt uns in den legendären Laden "De Grasshopper" - legendär, weil man dort im Untergeschoss Marihuana und andere Sachen völlig legal konsumieren kann.

Wir setzen uns lieber in die Bar im Erdgeschoss, wo es auch Bier gibt. Ein Kollege zündet sich eine Zigarette an - doch schnell bemerkt das eine Bedienung und gibt dem Tag ein schönes Schlusswort: "No Cigarettes, only Joints."

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