Der mehr als schmeichelhafte Sieg über Österreich wirkt wie ein Deja-vu. Der Auftritt der Löw-Elf erinnert an Rumpel-Zeiten.

Das Spiel zwischen Österreich und Deutschland wird zu einem Deja-vu-Erlebnis. Der Auftritt des DFB-Teams erinnert an 2011 und 2008 und ist trotz des Sieges ein Rückschritt auf dem Weg zur WM.

"Als Deja-vu bezeichnet man ein psychologisches Phänomen, das sich in dem Gefühl äußert, eine neue Situation schon einmal erlebt, gesehen oder geträumt zu haben."

So steht es bei Wikipedia und so dürfte es am Dienstagabend den 47.000 Fans im Wiener Stadion und den Millionen TV-Zuschauern in Österreich und Deutschland gegangen sein.

Das, was sich beim 2:1-Sieg des DFB-Teams auf dem Rasen des Ernst-Happel-Stadions ereignete, erinnerte in fast schon beängstigender Art und Weise an das 2:1 in der EM-Qualifikation vor 15 Monaten.

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Im Juni 2011 spielte Deutschland schlecht und gewann glücklich, im September 2012 spielte Deutschland noch schlechter und gewann noch glücklicher.

Die Mannschaft von Joachim Löw leistete sich haarsträubende Fehler in der Defensive und im Spielaufbau und schaffte es auch nach dem 2:0 nicht, das Spiel zu beruhigen.

Im Gegenteil: Mit weiteren Fehlern lud sie den Gegner zu Torchancen ein. Dass die Österreicher diese nicht zum Ausgleich nutzten, war zum Glück eine weitere Parallele zum Spiel im vergangenen Jahr.

Das Auftreten der deutschen Elf erinnerte schon fast an den verkrampften 1:0-Sieg in Wien während der EM 2008 und somit an Zeiten, die der Bundestrainer längst hinter sich gelassen zu haben glaubte.

So gesehen war das Spiel am Dienstagabend ein Schritt zurück.

Die Österreicher verdienen Lob für ihre engagierte Leistung, stehen aber ohne Punkte da.

Die deutsche Mannschaft hat sechs Punkte aus zwei Spielen und eine gute Ausgangsposition für die kommenden Spiele der WM-Qualifikation.

Wenn sie es aber nicht schafft, ihre immer gleichen Fehler endlich abzustellen, wird sie in Brasilien wieder mit leeren Händen dastehen.

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