Marcel Schmelzer (r., mit Argentiniens Agüero) gewann mit Dortmund das Double © getty

Marcel Schmelzer ist eigentlich gesetzt, musste gegen die Färöer aber passen. Bei SPORT1 spricht er über das Österreich-Spiel.

Vom DFB-Team berichtet Thorsten Mesch

Hannover - Er war der Pechvogel im DFB-Team.

Marcel Schmelzer bekam von Bundestrainer Jogi Löw eine Einsatzgarantie für die beiden anstehenden WM-Qualifikationsspiele. (DATENCENTER: WM-Qualifikation)

Dann musste der Linksverteidiger beim 3:0-Sieg gegen die Färöer aber kurzfristig passen, da er sich im abschließenden Training eine Prellung im Mittelfuß zuzog.

Nun hofft der 24 Jahre alte Dortmunder am Dienstag in Österreich (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) zum Einsatz zu kommen.

Schmelzer trainierte am Sonntagabend wieder mit der Mannschaft.

Ob der BVB-Verteidiger gegen den alten Rivalen in der Startaufstellung stehen wird, ließ Löw offen. "Wir müssen erstmal schauen, wie er das Training verarbeitet."

Sollte Schmelzer nicht auflaufen, wird Löw wohl erneut auf Holger Badstuber auf der linken Seite setzen. Doch der Bayern-Star ist mit dieser Position gar nicht zufrieden, zeigte es auch nach dem Färöer-Spiel. Somit hoffen alle, dass Schmelzer gegen Österreich auflaufen kann.

Im SPORT1-Interview spricht Schmelzer über die Partie in der Alpenrepublik, Erkenntnisse aus dem Färöer-Spiel und die schwere Champions-League-Gruppe des BVB.

SPORT1: Herr Schmelzer, wie geht es Ihnen?

Marcel Schmelzer: Ich habe beim Abschlusstraining vor dem Färöer-Spiel einen Schlag auf den Mittelfuß bekommen. An dem Fuß, an dem ich vor ein paar Wochen schon eine Verletzung hatte. Es war so schmerzhaft, dass ich keinen Pass spielen konnte.

SPORT1: Wie bitter war es für Sie, nicht spielen zu können, nachdem Ihnen der Bundestrainer eine Einsatzgarantie für die ersten Spiele der WM-Qualifikation gegeben hatte?

Schmelzer: Natürlich sehr bitter. Wenn man weiß, dass man eigentlich spielen soll, erst erkältet ist, sich aber wieder gesund fühlt und dann verletzt, dann ist es sehr enttäuschend. Aber ich gebe alles dafür, dass ich Dienstag spielen kann.

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SPORT1: War es eigentlich überraschend für Sie, vom Bundestrainer eine Garantie bekommen zu haben?

Schmelzer: Ich habe nicht damit gerechnet und mich sehr darüber gefreut, dass ich die Chance bekommen habe, so lange mein Körper mitmacht. Ich werde alles dafür geben.

SPORT1: Wie war das Spiel gegen die Färöer aus Ihrer Sicht?

Schmelzer: Es war das erwartet schwere Spiel. Ich denke, dass wir von Beginn an mit der richtigen Einstellung ins Spiel gegangen sind. Das war das Wichtigste. Wir haben uns sehr viele Chancen herausgespielt, obwohl der Gegner es defensiv sehr gut gemacht hat. Dafür haben die Färöer auch ein Kompliment verdient. Daher hieß es am Ende eben nur 3:0, aber wir haben es von der ersten bis zur letzten Minute konzentriert erledigt.

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SPORT1: Nächster Gegner ist Österreich. Sie haben im vergangenen Jahr bei der EM-Qualifikation in Wien beim 2:1 über 90 Minuten gespielt. Damals war der Sieg sehr glücklich. Was erwarten Sie für den Dienstag?

Schmelzer: Wir wussten damals schon, dass es in Österreich schwer werden würde, und es wird auch jetzt wieder schwer. Der Großteil der Mannschaft spielt in der Bundesliga und ist im Verein Stammspieler. Das ganze Stadion wird gegen uns sein, von daher steht uns ein heißer Tanz bevor.

SPORT1: Wie muss die deutsche Mannschaft dort auftreten?

Schmelzer: Wir müssen von der ersten Minute an zu hundert Prozent wach sein. Wenn wir unseren Fußball spielen denke ich, dass wir dort drei Punkte holen können.

SPORT1: Österreich wird deutlich stärker sein. Konnte im Spiel gegen die Färöer etwas einstudiert werden, was für Dienstag hilfreich sein kann?

Schmelzer: Das Spiel gegen die Färöer war dazu da, nach einem Ballverlust direkt Gegenpressing zu spielen, damit gar kein Konter gespielt werden kann. In Österreich wird es natürlich ein ganz anderes Spiel.

SPORT1: Was trauen Sie Österreich in der Gruppe C mit Schweden, Irland und Kasachstan zu?

Schmelzer: Wie gesagt, sie haben eine starke Mannschaft und ich glaube, dass sie eine gute Rolle spielen werden.

SPORT1: Glauben sie, dass die anstehenden Aufgaben mit Dortmund in der Champions League Ihnen helfen werden, auch in der Nationalmannschaft den entscheidenden Schritt nach vorne zu machen?

Schmelzer: Ich hoffe zunächst, dass ich wieder gesund werde und bleibe. Und ich hoffe, dass ich mit Dortmund gegen Mannschaften spielen kann, die mich weiterbringen und mir helfen, auch in der Nationalmannschaft meine Leistung zu bringen.

SPORT1: War die Gruppenauslosung mit Real Madrid und Manchester City eher ein Schock, oder sehen Sie die Spiele eher als Herausforderung?

Schmelzer: Mich hat es gefreut, dass wir so eine Gruppe bekommen haben. Dieses Jahr erwartet nicht jeder von uns, dass wir unbedingt weiterkommen, sondern jeder denkt eigentlich, dass wir ausscheiden. Von daher ist es ganz gut, wenn wir sehr konzentriert an die Sache herangehen und in der Champions League unseren Dortmunder Fußball spielen können.

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