Maximilian Beister (M.) kehrte im Sommer aus Düsseldorf zum HSV zurück © getty

Die DFB-Youngster wahren gegen die destruktiven Weißrussen ihre weiße Weste. Gegen Bosnien kann das Kunststück vollendet werden.

Rostock - Auch nach dem neunten Sieg in Serie wollte Rainer Adrion noch nicht zu weit in die Zukunft schauen.

"Wir wollen erstmal in Bosnien gewinnen, dann beschäftigen wir uns mit den Play-offs", sagte der Trainer der deutschen U-21-Nationalmannschaft nach dem am Ende souveränen 3:0 (0:0) gegen Weißrussland. (SPIELBERICHT: U 21 haut auch Weißrussland weg)

In der Qualifikation für die EM 2013 in Israel ist der DFB-Nachwuchs nur noch einen Erfolg von einer perfekten Gruppenphase entfernt. Den soll es am Montag (17 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) in Sarajevo gegen Bosnien-Herzegowina geben.

Adrion warnt vor Bosniern

"Natürlich wollen wir jetzt die zehn Siege. Ich bin überzeugt, dass wir das schaffen können", sagte Torschütze Sebastian Polter vom 1. FC Nürnberg.

Ein Selbstläufer werde das aber nicht, warnte Adrion: "Für Bosnien ist das ein Endspiel, sie wollen den zweiten Platz in der Gruppe, dafür brauchen sie einen Sieg und werden uns alles abfordern. Das Spiel wird schon Play-off-Charakter haben."

Adrion verzichtet auf Quartett

Adrion verzichtet in Sarajevo auf Lewis Holtby (Schalke 04), Maximilian Beister (Hamburger SV), Tony Jantschke (Borussia Mönchengladbach) und Sebastian Rode (Eintracht Frankfurt).

"Wir haben einige Spieler im Aufgebot, die im Verlauf der Qualifikation gezeigt haben, dass sie ebenfalls das Potenzial zu Stammspielern haben. Das will ich vor den Play-offs bestätigt sehen", sagte Adrion.

Destruktiver Gegner

Dem DFB-Team war der erste Platz schon vor dem schwer erkämpften Sieg in Rostock nicht mehr zu nehmen, trotzdem investierte die Mannschaft um Kapitän Lewis Holtby im Ostseestadion viel.

"Ich hatte das Gefühl, dass Weißrussland gar nicht mitspielen wollte, sie standen mit elf Leuten um den Strafraum und haben alles weggegrätscht", sagte der Schalker Holtby und schüttelte aufgrund der destruktiven Spielweise des Gegners verständnislos mit dem Kopf.

Erst nach 58 Minuten erzielte Maximilian Beister vom Hamburger SV die Führung, Moritz Leitner von Borussia Dortmund (63.) per Handelfmeter und Polter (75.) legten nach. "Wir haben Geduld bewiesen, das war wichtig", sagte Adrion: "Vielleicht wird das auch in den weiteren Spielen noch gefragt sein."

Hoffen auf Losglück

Mit 27 Punkten hat das Team die Pflicht bisher perfekt erfüllt, doch das alles könnte bedeutungslos sein, wenn es in den beiden entscheidenden Playoff-Spielen am 12. und 16. Oktober eine Niederlage setzt.

"Wir müssen jeden Gegner annehmen, etwas anderes bleibt uns nicht übrig", sagte Adrion, der am 14. September eine spannenden Auslosung erwartet: "Einen Wunschgegner habe ich nicht."

Vor zwei Jahren scheiterte die Mannschaft völlig überraschend in der Qualifikation, nachdem es zwei Jahre zuvor noch den Titel gegeben hatte. "Daran denkt jetzt niemand", sagte Polter: "Unsere Mannschaft ist sehr gut drauf, der Konkurrenzkampf innerhalb des Teams ist gut und förderlich. Wir werden die anstehenden Aufgaben bewältigen."

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