Das DFB-Team startet mit einem Pflichtsieg in die Qualifikation für die WM 2014, offenbart allerdings ein großes Defizit.

Das 3:0 gegen die Färöer kann unter der Kategorie Pflichtsieg verbucht werden.

Drei Punkte zum Auftakt der WM-Qualifikation waren fest eingeplant, auch die größten Kritiker der deutschen Nationalmannschaft dürften im Vorfeld keinen Zweifel an diesem Erfolg gehabt haben.

"Die Färöer waren nicht der spielerische Maßstab für die anderen Gegner, gegen die wir in der Gruppe spielen müssen", stellte Joachim Löw hinterher fest.

Der Bundestrainer weiß, dass sich seine Mannschaft schon am Dienstag in Österreich steigern muss, um den nächsten Sieg einzufahren.

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Gegen die Färöer ließ die DFB-Auswahl in Hannover reihenweise beste Chancen aus. Das wird sie sich in Wien kaum erlauben können.

In der EM-Qualifikation war es Mario Gomez, der in Österreich mit zwei Toren den glücklichen Sieg sicherte. Doch Gomez ist verletzt, und Miroslav Klose offensichtlich momentan nicht in allerbester Verfassung.

Der 34-Jährige vergab gegen die Färöer zwei glasklare Möglichkeiten, wirkte bisweilen unkonzentriert, baute dann auch körperlich ab und wurde schließlich ausgewechselt.

Einen gleichwertigen Ersatz hatte Löw nicht parat, denn im Kader steht außer Klose kein anderer echter Stürmer.

Der Bundestrainer sollte vielleicht über eine Alternative im Sturmzentrum nachdenken, einen Nachwuchsmann zum Lernen an das Team heranführen oder jemandem wie dem Leverkusener Stefan Kießling oder dem derzeit blendend aufgelegten Hannoveraner Jan Schlaudraff eine neue Chance geben.

In Bezug auf die zweite Schwäche der jüngeren Vergangenheit, dem Defensivverhalten der deutschen Elf, war das Spiel gegen die Färöer weniger aufschlussreich.

Am Dienstag in Wien wird sich zeigen, ob sich die Mannschaft seit der EM in dieser Hinsicht verbessert hat.

"Wir wissen, dass wir viel arbeiten müssen", sagte Marco Reus: "Bis Brasilien ist es noch ein Stück."

Dem ist nichts hinzuzufügen.

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