Philipp Lahm hat bislang 85 Länderspiele für den DFB auf dem Buckel © getty

Philipp Lahm macht sich vor dem letzten EM-Test gegen Israel wenig Sorgen um den angeschlagenen Bastian Schweinsteiger.

Vom DFB-Team berichtet Thorsten Mesch

Tourrettes - Als Philipp Lahm noch nicht Nationalspieler war, sondern als kleiner Junge für den FT Gern kickte, hatte er zwei Berufswünsche: Bänker oder Bäcker.

Doch weder beschäftigt er sich heute im Alter von 28 Jahren mit Finanzen, noch backt er kleine Brötchen.

"Es ist mir mit dem EM-Titel ernster als mit den anderen beiden Berufswünschen", stellte er auf Nachfrage eines Kinderreporters am Mittwoch klar.

Überhaupt präsentierte sich Lahm auf der DFB-Pressekonferenz selbtsbewusst und mit breiter Brust, bevor das DFB-Team die Zelte in Südfrankreich abbrach.

"Für uns geht es jetzt richtig los. Wir wollen uns Selbstvertrauen für die EM holen", sagte Kapitän Lahm kurz vor dem Abflug nach Leipzig mit Blick auf die EM-Generalprobe am Donnerstag gegen Israel (ab 20 Uhr im LIVE-TICKER).

Am Vormittag hatte das Team von Bundestrainer Joachim Löw die letzte Einheit im zweiten EM-Trainingslager in Tourrettes absolviert.(DATENCENTER: Der EM-Spielplan).

Schweinsteiger fehlt erneut im Training

Beim 25. Teamtraining fehlte allerdings erneut Mittelfeldchef Bastian Schweinsteiger.

Der 27-Jährige von Bayern München leidet nach wie vor an einer Wadenprellung, die er bei der Niederlage im Finale der Champions League gegen den FC Chelsea erlitten hatte.

"Bastian würde sehr gern mit trainieren, er ist genauso heiß wie die anderen", sagte Lahm zum Fitnesszustand seines Kollegen.

Der Einsatz Schweinsteigers gegen Israel ist fraglich. Lahm versucht dennoch zuversichtlich zu bleiben: "Die Verletzung ist ernst, aber ich gehe davon aus, dass er fit sein wird. Am liebsten hätten wir Bastian fit im Turnier, aber falls es nicht klappen sollte, mache ich mir keine Sorgen."

(SERVICE: Der EM-Rechner).

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Bierhoff beschwichtigt

Auch Bierhoff sieht kein Problem für die Endrunde in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) dar. 564701 (DIASHOW: Der DFB-Kader) .

"Wenn wir den Eindruck hätten, dass sich die Verletzung durch das Turnier ziehen könnte, hätten die Trainer bei der Nominierung anders entschieden", sagte der Europameister von 1996, der nach eigener Aussage noch nie eine "stärkere" deutsche Mannschaft gesehen hat: "Aber das müssen wir bei der EM erstmal bestätigen."

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Final-Frust abgehakt

"Wir wollen in absoluter Topform zur EM", sagte Lahm, der mit seinen sieben Bayern-Klubkollegen erst am Samstag in die EM-Vorbereitung eingestiegen war.

Der Champions-League-Frust ist laut Lahm aber endgültig vergessen. "Wir sind heiß auf die EM", äußerte der Außenverteidiger, der gegen Israel auf der linken Seite verteidigen wird.

Ob das auch bei der EM so sein wird, ist noch offen. Die Entscheidung soll erst in der kommenden Woche fallen. "Ich habe auf beiden Seiten absolutes Top-Niveau", sagte Lahm.

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