Das DFB-Team zeigt bei der Pleite gegen die Schweiz eklatante Schwächen in der Defensive. In dieser Form droht ein frühes EM-Aus.

Die 3:5-Niederlage (Bericht) in der Schweiz hat gezeigt, wie viel Arbeit Joachim Löw noch bis zur Europameisterschaft hat.

Die größte Baustelle des Bundestrainers ist die Abwehr, das hat der vorletzte EM-Test wieder deutlich gemacht.

Keiner der Verteidiger, die in Basel zum Einsatz kamen, konnte sich für einen Stammplatz empfehlen.

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Wenn es nach diesem Spiel überhaupt Gewinner gibt, dann höchstens die acht Spieler vom FC Bayern, die in der Schweiz nicht dabei waren.

Manuel Neuer, Philipp Lahm und Holger Badstuber dürften für die EM-Stammelf gesetzt sein, Jerome Boateng, obwohl zuletzt im Verein schwach und angeschlagen, muss sich hinter der Konkurrenz nicht verstecken.

Auch die Mittelfeldspieler blieben in Basel fast alles schuldig. Mesut Özil und Khedira wirkten, als seien sie in Gedanken noch in Madrid, Mario Götze muss noch an seiner Fitness arbeiten, Lukas Podolski spielte, als ziehe er den Eisenschlitten vom Trainingsplatz in Tourrettes hinter sich her und Andre Schürrle blieb blass.

Bastian Schweinsteiger, Toni Kroos und Thomas Müller stehen für Qualität, und diese braucht das deutsche Team dringend. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie die Münchner ihre Negativerlebnisse der abgelaufenen Saison verdaut haben.

Bitter verlief Marc-Andre ter Stegens Länderspieldebüt. Der 20-Jährige musste fünf Mal hinter sich greifen und patzte wie seine Vorderleute. Hier ist Aufbauarbeit durch das Trainerteam gefragt.

Julian Draxlers erstes Länderspiel war solide, auch Ilkay Gündogan deutete an, dass er für die Zukunft wichtig sein kann. ( 564701 DIASHOW: Einzelkritik )

Im Hinblick auf das Turnier in Polen und der Ukraine wird aber entscheidend sein, die Löcher in der Abwehr zu stopfen. Gelingt dies nicht, könnte die EM für das deutsche Team früh beendet sein.

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