Helmes (m.) wechselte 2013 von Wolfsburg nach Köln © getty

Herbstmeister 1. FC Köln hat auch das brisante rheinische Derby bei Fortuna Düsseldorf gewonnen und geht mit Riesenvorsprung auf die Konkurrenz in die Winterpause der 2. Bundesliga.

Der Tabellenführer verspielte im letzten Spiel des Jahres beim 3:2 in Düsseldorf zwar eine 2:0-Halbzeitführung, schlug dann aber zurück und liegt acht Punkte vor einem Nichtaufstiegsplatz.

Die SpVgg Greuther Fürth hat als Tabellenzweiter nach einem 1:0 (0:0) gegen den VfR Aalen vier Punkte Rückstand auf die Kölner.

Energie Cottbus dagegen taumelt weiter ungebremst in Richtung Drittklassigkeit: Beim 0:1 (0:0) beim SC Paderborn sorgte der ehemalige Energie-Profi Uwe Hünemeier mit seinem Tor in der 63. Minute für die achte Niederlage des Schlusslichts in Serie.

In Düsseldorf bescherten Anthony Ujah (29./75.) und Ex-Nationalspieler Patrick Helmes (38.) dem FC-Team von Trainer Peter Stöger den elften Saisonsieg.

Düsseldorf, das durch Erwin Hoffer (55.) und Charlison Benschop (62.) zwischenzeitlich ausgeglichen hatte, kassierte die erste Niederlage unter Interimscoach Oliver Reck und steckt im Tabellenmittelfeld fest.

Das Rheinderby hatte mit halbstündiger Verspätung begonnen. Randalierende Fans vor dem Gäste-Eingang und ein verspäteter Kölner Fanzug sorgten für die Verzögerung. Zumindest blieb es im Vorfeld der Partie halbwegs friedlich.

"Es gab natürlich eine emotionale Stimmung bei den Fans, große Vorfreude, vereinzelt waren Störer dabei. Wir haben die Anreise kontrolliert und gut im Griff gehabt", sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Polizei dem SID.

Im mit 52.500 Zuschauern ausverkauften Stadion flogen jedoch Leuchtraketen aus dem Kölner Block in von Düsseldorfern besetzte Ränge, zudem wurden einige Sitzschalen aus ihrer Verankerung gerissen.

Auf dem Platz gaben die Kölner von Beginn an den Ton an. Taktisch deutlicher besser aufgestellt und gedankenschneller als die biederen Gastgeber, dominierte der FC.

Für den Cottbuser Trainer Stephan Schmidt geht der Albtraum weiter. Für den Energie-Coach war es im sechsten Spiel die sechste Pleite, der Rückstand auf den Tabellenvorletzten Dynamo Dresden beträgt bereits acht Punkte.

Die meisten Niederlagen nach Amtsantritt in der 2. Liga hatte der ehemalige Bundesligaprofi Manfred Lenz in der Saison 1994/1995 beim FC Homburg kassiert. Er verlor damals zum Einstand sieben Mal.

Die Gäste begannen vor 8578 Zuschauern motiviert. Nach vier Minuten hatte Erik Jendrisek die erste Chance, traf aber nur das Außennetz.

Anschließend schafften beide Teams es nicht, sich ernsthafte Chancen herauszuspielen. Erst in der 35. Minute kamen die Gastgeber gefährlich vors Tor, doch Mahir Saglik rutschte an einer Hereingabe vorbei.

Besser machte es der ehemalige Cottbuser Hünemeier: Im Anschluss an eine Ecke kam er völlig frei zum Kopfball und hatte bei seinem ersten Saisontor keine Probleme.

Fürth kam in einer hektischen Begegnung zu einem Arbeitssieg. Für den Treffer des Tages sorgte Niclas Füllkrug, der in der 60. Minute nach einem Eckball per Kopf erfolgreich war.

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