Bei Aufeinandertreffen von ostdeutschen Klubs gab es immer wieder Ausschreitungen
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Der Geschäftsführer von Dynamo Dresden, Christian Müller, hat neben seinen eigenen Fans auch die Polizei in die Pflicht genommen, das gegenseitige Miteinander zu verbessern:

"Es ist eine schlimme Erkenntnis, dass die Fronten zwischen der Polizei und der Ultra-Szene so verhärtet sind. Wir müssen ein Miteinander finden und die gegenseitigen Vorbehalte abbauen. Eine wechselseitige Hochrüstung hilft uns nichts", sagte Müller bei SPORT1.fm. Dabei müsse auch die zunehmende Vermummung der Fans abgebaut werden.

Währenddessen fordert Sachsens Innenminister Markus Ulbig nach den schweren Krawallen in Bielefeld im Gespräch mit SPORT1.fm personifizierte Tickets.

"Diese sind notwendig, um mit dem Thema Gewalt im Fußball ein Stück weiter kommen. Im Vorfeld muss dafür gesorgt werden, dass bereits auffällig gewordene Personen nicht in Fan-Zügen mitreisen dürfen", sagte Ulbig.

Ulbig weist dabei ausdrücklich darauf hin, dass das Problem alle Klubs haben und nur ein bundeseinheitliches Vorgehen das Problem lösen könnte.

Zudem sollen die Gäste-Fans direkt am Bahnhof abgeholt werden: "Fanbusse sind ein echt positiver Beitrag zur Gewaltreduzierung. Dadurch gibt es keine Fanmärsche durch die jeweiligen Städte. In Dresden gibt es daher daheim auch kaum Ausschreitungen", erklärte Ulbig.

Der permanenten Forderung einiger Fans, Pyrotechnik zu legalisieren, erteilt der Innenminister jedoch eine klare Absage: "Vor dem Hintergrund, dass Pyrotechnik eine erhebliche Verletzungsgefahr birgt, hat sie in deutschen Stadien nichts zu suchen. Daran werden wir auch weiterhin festhalten."

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