Die Fans von Dynamo Dresden stehen unter genauer Beobachtung von DFB und DFL © getty

Zweitligist Dynamo Dresden steht nach den jüngsten Ausschreitungen seiner Fans beim Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld unter genauer Beobachtung durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und den Ligaverband DFL.

Bei einem Treffen in Frankfurt wurde am Mittwoch eine Art Bewährungsstrafe gegen die Sachsen verhängt.

Beim kommenden Gastspiel der Sachsen beim 1. FC Köln dürfe es zu keinerlei Ausschreitungen kommen, anderenfalls werde es als erste Konsequenz für das darauf folgende Auswärtsspiel der Dresdner keine Stehplatzkarten im Gästebereich geben.

Die zu erwartende Strafe für Dynamo nach den Ereignissen in Bielefeld wird unabhängig davon noch festgelegt.

"Wir werden angesichts der Bilder aus Bielefeld nicht tatenlos zuschauen, wie rücksichtslose Gewalttäter die Bühne Fußball missbrauchen", erklärten DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch und DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig:

"Das Problem lässt sich nur im Zusammenspiel von Verbänden, Vereinen, Fans, Politik und Polizei lösen."

Gleichzeitig richteten sie einen Appell an die friedlichen Dynamo-Anhänger:

"Wir erwarten deshalb von Dynamo Dresden und der großen Mehrheit seiner echten Fans, Verantwortung zu übernehmen und mit aller Kraft daran mitzuwirken, die kriminellen Täter sichtbar zu machen und sie ins Abseits zu stellen."

Auch Dresdens Trainer Olaf Janßen hatte am Montag an die eigenen Anhänger appelliert, "Kriminellen keinen Unterschlupf" zu geben (NEWS: Janßen: Appell an Dynamo-Fans)

In Bielefeld hatten die Dresdner Anhänger eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

Unter anderem wurden Autos und Einsatzwagen demoliert, ein Polizeipferd erlitt eine Schnittwunde, ein Kino und ein Supermarkt wurden überfallen.

Arminia-Geschäftsführer Marcus Uhlig hatte in der Folge zunächst einen Ausschluss der Sachsen aus der Zweiten Liga ins Gespräch gebracht (NEWS: Arminia-Boss attackiert Dynamo).

Wenige Tage später war er im Gespräch mit SPORT1.fm zurückgerudert (NEWS: Dynamo: Uhlig rudert zurück)

"Keiner möchte Dynamo Dresden vom Spielbetrieb ausschließen - auch ich nicht. Aber wir müssen den Fußball wieder sicherer kriegen", erklärte Uhlig.

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