Bei Fußballspielen sollen weniger Polizisten eingesetzt werden
Schon vor dem Spiel in Bielefeld wurden die Dynamo Fans scharf bewacht © getty

Nach den schweren Randalen der Fans von Dynamo Dresden in Bielefeld fordert Arminia-Geschäftsführer Marcus Uhlig harte Konsequenzen.

"Nach den Vorfällen sollten Überlegungen stattfinden, ob Dresden nicht auch aus dem Ligabetrieb ausgeschlossen werden soll", sagte Uhlig der "Neuen Westfälischen".

Uhlig schimpfte weiter: "Diese Fans von Dynamo Dresden sind eine Schande für den deutschen Fußball."

Der Überfall auf zwei Catering-Stände und der Raub der Kassen war für ihn eine "absolute Schande".

Rund 1.000 Sicherheitsleute waren in Bielefeld im Einsatz "und trotzdem konnten wir das Problem nicht lösen - wir sind ratlos. Das System musste kapitulieren."

Mehrere Hundert Anhänger der Sachsen hatten vor, während und nach der Partie in Bielefeld (1:1) für Krawalle gesorgt.

Nach Angaben der Polizei sorgten sie für "eine Spur der Gewalt vom Bahnhof bis zum Stadion".

17 Polizisten wurden verletzt, zwei davon schwer, drei Chaoten wurden vorübergehend festgenommen.

Zudem wurden mehrere Autos und Einsatzwagen demoliert, ein Polizeipferd erlitt eine Schnittwunde, ein Kino und ein Supermarkt wurden überfallen.

Bereits bei der Ankunft am Bielefelder Bahnhof eskalierte die Situation, als nach Behördenangaben 200 bis 250 Dresdner versuchten, eine Polizeiabsperrung zu durchbrechen.

Die Beamten setzten Pfefferspray und Schlagstöcke ein, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.

Auf dem Weg zum Stadion sprühten dann die Chaoten ihrerseits mit Reizgas, das sie Polizisten bei Handgemengen entwendet hatten.

Dynamo-Fans waren in der Vergangenheit bereits mehrfach negativ aufgefallen.

"Wir sind beschämt über unsere Fans und wir sind überrascht. Gute Besserung an die schwerverletzten Polizisten.", sagte ein Klub-Sprecher zu SPORT1.

Am Samstagnachmittag meldete sich auch der Verein in einer Pressemitteilung zu Wort und bedauerte die Vorfälle.

Zudem kündigte Dynamo eine rasche Aufarbeitung an.

Dynamos Geschäftsführer Christian Müller sagte: "Wie unser Cheftrainer Olaf Janßen sind der gesamte Verein, unsere Spieler und Mitarbeiter über die Vorkommnisse in Bielefeld zutiefst beschämt. Das Ausmaß an Gewalt macht uns fassungslos."

Und er fügte an: "Wieder haben in schwarz-gelb auftretende Gewalttäter dafür gesorgt, dass wir als Dynamo mit Krawallen, Ausschreitungen, Diebstahl und sogar schwerer Körperverletzung in Verbindung gebracht werden. Um es ganz klar zu sagen: Das sind keine Fans von Dynamo! Das sind Kriminelle, die Angst und Schrecken verbreiten."

Müller entschuldigte sich auch und erklärte: "Unsere Genesungswünsche gelten den Verletzten. Sie und alle anderen Gewaltopfer möchte ich im Namen des Vereins um Entschuldigung bitten."

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