Vor seinem Debüt als Trainer des FC Ingolstadt im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf (So., 13.30 Uhr) verrät Ralph Hasenhüttl im SPORT1-Interview, was er in der Zeit zwischen seinem Abschied beim VfR Allen und seinem Engagement beim FCI gemacht hat.

In der vereinslosen Zeit hospitierte er bei vier Bundesligisten: "Ich war bei Dortmund, Gladbach, Nürnberg und in Stuttgart. Es war interessant und wichtig, auch das mal mitzubekommen", sagt der 46-Jährige, der unerkannt die Trainingseinheiten von Jürgen Klopp, Lucien Favre und den anderen Coaches beobachtete.

"Ich war inkognito bei Klopp und den anderen Kollegen, stand teilweise mit dem Mountainbike am Trainingsplatz und habe zugeschaut. Die Leute sollten mich nicht erkennen, sondern ich wollte das nur für mich mitnehmen. Ich wollte mir zudem meine Eindrücke holen und es war interessant zu sehen, wie jeder Trainer arbeitet. Ich wollte auch Bestätigung für meine eigene Arbeit finden."

Seinen neuen Job in Ingolstadt geht er optimistisch an: "Es ist ein Verein, in dem sehr professionell gearbeitet wird. Ich bin der Meinung, dass es sowohl in der Mannschaft als auch im Umfeld große Möglichkeiten gibt."

Auch spricht der gebürtige Grazer über die schwere Zeit, als er 2012 am Hanta-Virus erkrankte: "Es war keine leichte Zeit", so Hasenhüttl. "Mit dem Aufstieg in Aalen durfte ich den schönsten Augenblick in meiner noch jungen Trainerkarriere feiern. Drei Wochen später aber ging es mir plötzlich gar nicht mehr gut."

Er vergleicht den VfR mit dem FCI: "Ich habe damals in Aalen eine ähnliche Situation vorgefunden wie jetzt in Ingolstadt - einen Verein mit Potenzial, der irgendwie nicht aus den Löchern kam. Der FCI hat großes Potenzial. Zunächst müssen wir aber sehen, den Klassenerhalt sicherzustellen."

Mit Aalen schaffte Hasenhüttl im ersten Jahr gleich den Klassenerhalt und bat kurz darauf um die Vertragsauflösung.

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