Ingolstadts Trainer Michael Henke hat sein Mitgefühl für seinen Vorgänger Marco Kurz geäußert.

"Die Mitteilung von der Entlassung kam für mich in dem Moment überraschend, aber man weiß, wie das Geschäft läuft", sagt Ingolstadts bisheriger Co-Trainer Henke im Gespräch mit SPORT1: "Man wollte langfristig mit Marco arbeiten. Mir tut das fürchterlich leid. Ich habe zu ihm auch eine Beziehung, weil er damals ein Jahr Spieler von mir war."

Henke, der jetzt als Interimstrainer einspringt, habe gesehen, "wie Marco jeden Tag malocht hat. Er hat unglaublich akribisch gearbeitet - in allen Details. Dann kommen die Ergebnisse nicht, das ist brutal."

Henke verweist auf die vergangenen Stationen von Kurz und fügt hinzu: "Ich habe aus der Entfernung beobachtet, wie gut er in Kaiserslautern und auch bei 1860 München gearbeitet hat. Es ist wirklich schade und wir haben gleich telefoniert, als mir diese Aufgabe angetragen wurde. Wir hatten schon vorher einen Draht zueinander und das bleibt auch so."

Als heißer Kandidat für die Kurz-Nachfolge gilt Ralph Hasenhüttl, der bis Juni Trainer des VfR Aalen war und schon im Sommer kontaktiert wurde.

Lothar Matthäus, der in lokalen Medien genannt wird, hat dagegen abgesagt. "Solange Thomas Linke dort Sportdirektor ist, ist das für mich kein Thema", erklärte der Rekordnationalspieler zu SPORT1.

Der neue Chefcoach soll in der nächsten Woche präsentiert werden.

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