Mohamadou Idrissou vom Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern droht juristischer Ärger. Gegen den 33-Jährigen wurde am 25. Juli im Polizei-Revier 1 in Frankfurt/Main Anzeige wegen Bedrohung und Beleidigung erstattet, die Ermittlungen laufen.

Ein Polizeisprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung.

Die Roten Teufel gaben am Dienstagvormittag zunächst "keine Stellungnahme" ab, teilte FCK-Pressesprecher Christian Gruber auf Anfrage mit. "Privatsache des Spielers", zitierte die "Bild"-Zeitung FCK-Boss Stefan Kuntz.

Idrissou selbst nahm nicht am Mannschaftstraining teil und absolvierte wegen Sprunggelenkproblemen eine individuelle Einheit. Seine Mannschaftskameraden äußerten sich zu den Vorwürfen nicht.

Laut Bild-Zeitung soll der Stürmer, der in der Bundesliga auch für Hannover 96, den SC Freiburg, Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt spielte, seine Ex-Freundin per Handy mehrfach bedroht haben.

Am 10. August wurde Idrissou zudem vom Amtsgericht Frankfurt ein Beschluss zugestellt, der es dem Kameruner untersagt, sich der Wohnung der Anzeigenstellerin und ihr persönlich bis auf eine Entfernung von 75 Metern zu nähern. Auch weitere Kontaktaufnahmen sind gerichtlich untersagt.

Auf "SID"-Anfrage schilderte der Rechtsanwalt des Fußballers den Sachverhalt jedoch deutlich anders: Die Anzeigenstellerin sei lediglich eine langjährige Bekannte Idrissous, die ihn auf der Suche nach einer Wohnung in Frankfurt um Hilfe gebeten habe.

In diesem zeitlichen Rahmen seien zudem aus der Wohnung des Nationalspielers Wertgegenstände mit einem Wert "im hohen fünfstelligen Bereich" verschwunden. Der Anwalt erstattete daraufhin am 19. August Anzeige wegen Unterschlagung gegen die Frau.

Auf dem Platz war der exzentrische Stürmer erst am vergangenen Wochenende negativ aufgefallen. Beim 0:4 der Roten Teufel beim VfR Aalen flog er wegen eines Ellbogenchecks per Roter Karte vom Platz.

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