Der beim Zweitligisten Dynamo Dresden entlassene Trainer Peter Pacult sieht sich in der Opferrolle und hat den Spielern des Traditionsvereins Vorwürfe gemacht.

"Bei einigen Spielern standen in den vergangenen eineinhalb Jahren Anspruch und Leistung in keinem Verhältnis, aber diese Spieler finden immer wieder Gehör bei den Verantwortlichen", sagte der Österreicher im "kicker":

"Und dann stellen sie sich hin und sagen, es fehle dies und das. Dasselbe Spiel haben sie doch schon im vergangenen Jahr mit meinem Vorgänger Ralf Loose getrieben."

"Wenn man die letzten Monate analysiert, kommt man zu dem Schluss, dass ich eigentlich seit dem Sommer keine faire Chance mehr in Dresden hatte", sagte Pacult weiter: "Das Sommertheater habe doch ich nicht inszeniert, sondern andere. Ich bin nur das Opfer, auf dessen Rücken die Dinge ausgetragen wurden."

Auch den Vorwurf der mangelnden Kommunikation, der offenbar aus Spielerkreisen geäußert worden war, wies der 53-Jährige deutlich zurück.

"Das kann ich nun wirklich nicht mehr hören, das sind die größten Alibi-Aussagen. Da wird immer und immer wieder das gleiche Klischee bedient", sagte er: "Die sollten lieber in den Spiegel schauen und sich hinterfragen, ob sie alles getan haben für den Verein."

Pacult war nach der 0:3-Heimniederlage gegen den FSV Frankfurt vom achtmaligen DDR-Meister beurlaubt worden - nur acht Monate nach seinem Amtsantritt.

Derzeit liegt Dynamo mit zwei Punkten aus vier Spielen auf Tabellenplatz 17. Bereits vor dem entscheidenden Relegations-Rückspiel um den Klassenerhalt in der vergangenen Saison waren Gerüchte über eine Entlassung Pacults aufgekommen.

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