Der TSV 1860 München will hart gegen Rassisten aus dem eigenen Fan-Lager vorgehen. Sogar gerichtliche Schritte werden von der "Löwen"-Führung erwogen.

Der dunkelhäutige Danny da Costa war am Sonntag während des Spiels gegen den FC Ingolstadt von Zuschauern der Heim-Mannschaft rassistisch beleidigt worden.

"Der Vorfall ist für uns extrem bedauerlich, wir gehen mit aller Härte und Konsequenz dagegen vor. Wir haben uns bei den Ingolstädtern zu dem Vorfall entsprechend geäußert und bei Danny da Costa entschuldigt", erklärte Sportdirektor Florian Hinterberger bei "Sky":

Und weiter: "Der Ordnungsdienst hat die Person ausfindig gemacht, und wir haben es zur Anzeige gebracht."

Besonders vor den eigenen Spielern schämt sich der 54-Jährige: "Es ist schlimm, dass es nach wie vor solche Idioten gibt. Was denken die sich eigentlich, wenn sie manchen unserer ausländischen Spieler sehen, wie Bobby Wood oder Nono Koussu?"

Auch 1860-Trainer Alexander Schmidt hat eine klare Meinung zu den Vorfällen: "Natürlich distanzieren wir uns als Verein und Mannschaft ganz klar von solchen rassistischen Äußerungen. Ich finde das unmöglich."

Löwen-Präsident Gerhard Mayrhofer plant sogar, bei einer möglichen Strafe durch den DFB die Schuldigen "auf Schadenersatz zu verklagen".

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