Nach dem Absturz von Energie Cottbus ins graue Mittelmaß und dem vermeintlichen Ende aller Aufstiegsträume hat Präsident Ulrich Lepsch deutliche Kritik an der Mannschaft geübt.

"Nach dem super Saisonstart sind wir am Jahresende eingebrochen. Und zwar selbstverschuldet. Es kam der Schlendrian rein, die Selbstzufriedenheit war nicht zu übersehen", sagte der 54-Jährige dem "kicker": "Es war alles möglich, die anderen spielten ständig für uns. Wahnsinn, wenn man so eine Chance nicht be- und ergreift, sondern leichtfertig herschenkt."

Der ehemalige Bundesligist lag nach dem besten Saisonstart der Vereinsgeschichte lange in der Spitzengruppe der 2. Liga, zuletzt blieb das Team von Trainer Rudi Bommer jedoch acht Spiele ohne Sieg.

Mit 32 Punkten liegen die Lausitzer 7 Zähler hinter dem Relegationsplatz. Am Freitag treten die Cottbuser beim SC Paderborn an. Nach dem 1:1 gegen Tabellenschlusslicht Jahn Regensburg am vergangenen Wochenende hatte Bommer seiner Enttäuschung in einer Wutrede Luft gemacht und ebenfalls die Spieler kritisiert.

"Ich wäre wahrscheinlich vier Wochen früher ausgerastet", sagte Lepsch, der erklärte, die Chance auf den Relegationsplatz sei so groß wie nie gewesen: "Aber uns überholen Teams, denen wir zehn Punkte voraus waren. Nun dümpeln wir im Niemandsland herum. Wer nicht merkt, wie groß die Chance war, dem ist nicht mehr zu helfen."

Dennoch hat Lepsch noch Resthoffnungen auf die Rückkehr in die Bundesliga.

"Wer eine Serie startet, ist mit dabei", sagte er: "Unser Ziel müssen so schnell wie möglich 40 Punkte sein, um nicht ins gleiche Fahrwasser wie im Vorjahr zu geraten."

Damals hatte Energie erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt perfekt gemacht.

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