Dynamo Dresden hat sich nach den schweren Ausschreitungen beim Auswärtsspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern (0:3) von den Randalierern distanziert.

"Diese Typen machen den Fußball und das Ansehen unseres Vereins kaputt. Wir werden in Zusammenarbeit mit der Lauterer Polizei und den Sicherheitskräften alles tun, die Gewalttäter zu ermitteln und mit aller Härte zu bestrafen. Als Verantwortlicher schäme ich mich für den Auftritt einiger Leute im Gästeblock", sagte Dynamos Geschäftsführer Christian Müller.

Er sagte: "Wir wollten auf dem Platz Zeichen von Stärke setzen. Doch schon vor Anpfiff haben sich halbstarke Wirrköpfe mit einer Pyroshow und anderen Gewalttaten als Angstbeißer auf dem Betzenberg geoutet. Wie soll da unsere Mannschaft mutig auftreten?"

Dresdener Ahnänger waren in Kaiserslautern erneut negativ aufgefallen. Dynamo-Hooligans randalierten auf dem Messeplatz, griffen Polizisten an, beschädigten Busse und Einsatzfahrzeuge.

Ein Bus-Insasse erlitt Schnittwunden durch herumfliegende Splitter, eine Frau einen Schock. Die Polizei bezifferte den Sachschaden auf 70.000 Euro. Fest- oder Ingewahrsamnahmen gab es offiziellen Angaben zufolge trotz der Krawalle nicht.

Im Stadion waren die Beamten bereits vor dem Anpfiff mehrfach eingeschritten und hatte eine Gruppe Dresdner zurückgedrängt, die den Nachbarblock stürmen wollte. Unmittelbar vor Spielbeginn und während der zweiten Halbzeit zündeten die nach Polizeiangaben "zum Teil äußerst aggressiven" Dynamo-Anhänger "massiv Pyrotechnik".

"Es hat sich während des gesamten Einsatzes gezeigt, dass bei den Dresdnern erhebliches Gewaltpotenzial sowie ein hohes Maß an Aggressivität vorhanden waren. Deshalb war die starke Polizeipräsenz sehr wichtig", sagte Einsatzleiter Franz-Josef Brandt.

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