Sportlich am Boden, finanziell mit neuer Hoffnung: Zweitligist MSV Duisburg kann die drohende Insolvenz möglicherweise doch noch abwenden.

Dies ist das Ergebnis eines Treffens der Stadiongesellschafter und Mitglieder der Gremien am Mittwochabend nach der 1:2-Heimniederlage gegen Union Berlin.

Gesellschafter Walter Hellmich erklärte, dass die kurzfristige Liquidität gesichert sei. "Die Stadiongesellschaft hat einen riesigen Beitrag geleistet, um die Insolvenz abzuwenden", sagte Hellmich.

Klubsprecher Martin Haltermann wollte dies noch nicht bestätigen, sprach aber von einem "wichtigen Schritt". Man werde sich aber erst äußern, wenn finale Fakten auf dem Tisch liegen würden, sagte Haltermann.

Am Donnerstagnachmittag teilte der Klub dann offiziell mit: "Wir sehen Bewegung in eine positive Richtung, müssen aber in den kommenden Tagen und Wochen weiter hart arbeiten, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen."

Der Traditionsverein muss kurzfristig mehrere Millionen Euro aufbringen, um die Zahlungsunfähigkeit zu verhindern.

Durch die schwierige sportliche Situation, die Zebras sind auf einen Abstiegsplatz abgestürzt, fehlen dem Klub eingeplante Einnahmen aus Fernsehgeldern.

Im Zuge der Nachlizenzierung durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) muss der MSV kurzfristig ein von unabhängigen Wirtschaftsprüfern ausgestelltes Testat der Zahlungsfähigkeit einreichen. Ansonsten muss Duisburg mit einem Punktabzug wegen Verstoßes gegen die Lizenzauflagen rechnen.

Weiterlesen