Der MSV Duisburg sucht händeringend nach neuen Geldquellen, um die akut drohende Insolvenz abzuwenden.

"Klar ist, dass wir dringend Geld benötigen. Es gibt aber keinen Tag X, kein festes Datum", sagte MSV-Pressesprecher Martin Haltermann.

Zu Medienberichten, wonach der Verein zum Ende des Monats die Spielergehälter nicht mehr bezahlen könne, wollte er sich nicht äußern: "Wir werden keine Wasserstandsmeldungen abgeben."

Kurzfristig sollen 2,3 Millionen Euro, bis zum Saisonende ingesamt fünf bis sechs Millionen Euro in der Klubkasse fehlen, um die laufenden Verbindlichkeiten zu decken. Genaue Zahlen wollte der MSV auch am Dienstag nicht nennen, Haltermann bestätigte aber, dass auch Spielerverkäufe in der Winterpause denkbar seien.

Geschäftsführer Roland Kentsch hatte in der Vorwoche erklärt: "Stand jetzt sind aber alle Reserven, die wir hatten, aufgebraucht."

Die Hauptgründe für die akute Schieflage liegen neben nicht genügenden Erlösen im Sponsoring in erster Linie in den Stadionkosten (4,2 Millionen Euro pro Jahr) sowie in den Mindereinnamen aus den Fernsehgeldern nach der sportlichen Talfahrt.

Der MSV Duisburg liegt nach 15 Spielen mit zwölf Punkten als Tabellen-16. auf dem Abstiegs-Relegationsplatz.

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