Interimscoach Karsten Neitzel wird vorerst Cheftrainer des Zweitligisten VfL Bochum.

Darauf einigten sich am Montagabend Sportvorstand Jens Todt und der Aufsichtsrat. Ob Neitzel allerdings langfristig die Nachfolge des entlassenen Andreas Bergmann antreten darf, ist nicht klar.

"Er hat unser Vertrauen, und wir sehen keinen Anlass, kurzfristig etwas zu ändern", sagte Todt. Eine langfristige Zusammenarbeit mit Neitzel sei allerdings "nicht in Stein gemeißelt".

Die Mannschaft befinde sich in einem "zarten Aufwärtstrend", man wolle sich aber "in so einer wichtigen Entscheidung nicht zeitlich unter Druck setzen lassen".

Der 44 Jahre alte gebürtige Dresdner Neitzel hatte die Westfalen im DFB-Pokal-Zweitrundenspiel beim Oberligisten TSV Havelse (3:1) und im Ligaspiel gegen Energie Cottbus (2:2) gemeinsam mit seinem Assistenten Thomas Reis als Interimscoach betreut.

Im Spiel gegen Cottbus holte der VfL einen 0:2-Rückstand auf, Mannschaft und Trainer sammelten dabei durch die Aufholjagd bei den Fans Punkte.

Am Tag danach entschieden sich Aufsichtsrat und Vorstand für den ehemaligen DDR-Juniorenauswahlspieler als Dauerlösung auf dem Trainerstuhl. Damit setzt der wirtschaftlich schwer angeschlagene Traditionsklub auch auf eine günstige Lösung.

Die Bochumer sind als Tabellen-14. nur einen Punkt von den Abstiegsrängen entfernt.

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