Franz-Verletzung und Hatira-Streit - Erstliga-Absteiger Hertha BSC scheint trotz der jüngsten Rückschläge endlich in der Zweiten Liga angekommen zu sein.

"Meine Mannschaft geht mit den negativen Schlagzeilen sehr erwachsen um. Bei uns herrscht eine große Harmonie", sagte der Berliner Trainer Jos Luhukay nach dem 1:0 (1:0)-Erfolg gegen Dynamo Dresden: "Ich habe das Gefühl, dass die Mannschaft noch mehr zusammenwächst."

In den letzten fünf Spielen holte der der Hauptstadtklub vier Siege und rückte an die Aufstiegsplätze heran.

Ein Zeichen des neuen Wir-Gefühls setzte Peter Niemeyer. Der Hertha-Kapitän trug nach dem Erfolg gegen Dresden ein Trikot des verletzten Maik Franz. "Das war auch ein Sieg für ihn. Er hat unsere volle Unterstützung", sagte der 28-Jährige.

Abwehrspieler Franz hatte das Spiel nach seiner erfolgreichen Schulter-Operation in einer Münchner Klinik im TV verfolgt. Er wird dem Hauptstadt-Klub die restliche Hinrunde fehlen.

Auch an anderer Stelle rückten die Berliner zusammen. Mittelfeldspieler Änis Ben-Hatira war am Wochenende nach einem Streit mit seiner Ex-Freundin kurzzeitig in Polizeigewahrsam genommen worden. Gegen Dresden ließ ihn Luhukay von Beginn an auflaufen.

"Ich habe lange mit ihm gesprochen. Es scheint so, als könne er das Private ausblenden. Er war sehr bemüht", sagte der Trainer.

Generell sieht der seit Saisonbeginn bei Hertha tätige Fußballlehrer einen klaren Aufwärtstrend: "Wir haben uns total stabilisiert. Ich bin stolz auf meine Mannschaft."

Zu Saisonbeginn hatte der 49-Jährige angekündigt, dass sein Team ab Oktober nur schwer zu schlagen sei. Mit 13 Punkten aus den letzten fünf Spielen liegt der Bundesliga-Absteiger im Soll.

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