Keine Tore, keine Punkte: Seit drei Spielen wartet Zweitligist Erzgebirge Aue auf ein Erfolgserlebnis. Trainer Karsten Baumann gerät beim Tabellen-15. immer mehr unter Druck.

"Wir sind nicht blind auf den Augen", sagte Vizepräsident Jens Stopp vor dem Ost-Derby gegen Union Berlin am Mittwoch. Mit einem Abwehr-Bollwerk will Aue zu alter Stärke finden.

Um wieder erfolgreich zu sein, kramte Baumann tief in der Vergangenheit. "Wir versuchen, zum erfolgreichen System vor zwei Jahren zurückzukehren und müssen sehen, dass die Null steht", sagte der 42-Jährige, der damals noch beim VfL Osnabrück an der Linie stand.

Der Fußball-Lehrer will im Erzgebirge die Defensive stärken. Dabei muss er allerdings auf seinen rotgesperrten Verteidiger Rene Klingbeil verzichten.

Zudem plagt sich Aue mit Problemen in der Offensive. In sechs Partien blieben die Veilchen fünfmal ohne Treffer - Negativrekord in der 2. Liga.

"Wie wir derzeit im Angriff agieren - das ist nicht zweitligatauglich", sagte Steffen Heidrich. Der Sportdirektor forderte, dass seine Mannschaft mehr Entschlossenheit und Mut zeige. Auch Baumann verlangt von seinen Stürmern, dass sie `vorne irgendwas machen".

Die Krise rüttelt die sonst so harmonische Fußball-Welt im Erzgebirge durcheinander. Es ist offen, wie die Fans auf die Talfahrt reagieren. Baumann: `Wir stehen unter Zugzwang. Ich kann nur hoffen, dass die Anhänger uns einen gewissen Kredit geben."

Weiterlesen