Die Fans des Zweitligisten 1. FC Köln zeigen der Gewalt im Fußball die Rote Karte. Im Spitzenspiel am Montagabend gegen den FC St. Pauli sollen mehr als 40.000 Zuschauer das Motto der Kölner Fan-Initiative "Für den Verein, gegen Gewalt" im WM-Stadion präsentieren.

Anhänger des Bundesliga-Absteigers waren mit den Vorfällen um Abwehrspieler Kevin Pezzoni, der massiv beleidigt und bedroht worden war, erneut in den Blickpunkt geraten.

Bereits in der vergangenen Saison war es zu Ausschreitungen und körperlichen Angriffen gekommen.

Christian Becker, der die Initiative auf "Facebook" Anfang September gegründet hatte, wollte ein Zeichen setzen:

"Nach den Ereignissen rund um Kevin Pezzoni war ein Punkt erreicht, an dem wir gesagt haben: Das machen wir nicht mehr mit. Hier wurden Menschenrechte mit Füßen getreten und das Image unseres Vereins, unserer Fans und unserer Stadt massiv beschädigt".

Unterstützung erhält die Initiative nicht nur vom Verein inklusive Trainer Holger Stanislawski, auch zahlreiche Prominente wie Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters, die Bands Brings und Höhner, der zukünftige DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig, und Uwe Krupp, Coach des Eishockey-Teams Kölner Haie, machen mit.

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