Der Vizepräsident des 1. FC Köln, Toni Schumacher, hat Fehler des Vereins in der jüngsten Außendarstellung und einen damit verbundenen Imageverlust des Zweitligisten eingeräumt, betrachtet den Fall Kevin Pezzoni aber als erledigt.

"Da sind wir nicht ganz ohne Schuld reingekommen. Der Klub hatte Probleme in der Außendarstellung, die neben dem Sport gelaufen sind. Sportlich sind wir entspannt, ruhig und ziehen unser Ding mit dem Umbruch durch. [?] Der Fall Pezzoni ist jetzt erledigt. Wir schauen nur nach vorne", erklärte Schumacher gegenüber SPORT1.

Zugleich verteidigte der 58-Jährige die enge Zusammenarbeit des Vereins mit den Kölner Fans: "Es gab beim FC noch nie ein Präsidium, das so transparent mitgearbeitet hat. Für uns ist wichtig, dass die Fans mit ins Boot genommen werden. Uns ist ihre Meinung wichtig. Uns interessiert auch, was in den Foren abgeht. Wir fahren zu den Fanklubs und sprechen mit ihnen, sind viel unterwegs ? das ist auch wichtig, weil wir am Ohr des Fans sein wollen."

Über die Unterschiede im Fankontakt zu seiner aktiven Zeit sagte Schumacher: "Für uns war es damals auch ein bisschen einfacher: In den Zeiten des Internets und der Smartphones geht alles schneller, das hat früher viel mehr Zeit in Anspruch genommen. Wir hatten als Mannschaft immer ein gutes Verhältnis zu den Fans ? das haben wir auch gepflegt. Wir hatten früher nie Angst vor den Fans! Wenn ich mich erinnere, was hier am Geißbockheim für Feten abgegangen sind und ich dann runter bin zu den tausend Menschen ? Da haben einige gesagt: 'Da kannst du doch nicht runter gehen'. Ich habe nur geantwortet: 'Wenn ich irgendwo sicher bin, dann bei den Fans ? da passiert mir nichts'."

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