Zweitligist 1. FC Köln setzt im Fall Kevin Pezzoni vorerst auf Deeskalation. Der Klub wird im Streit mit seinem Ex-Profi über die Abläufe der umstrittenen Vertragsauflösung nach eigenen Angaben bis auf Weiteres keine Klage prüfen.

"Unsere Rechtsabteilung wird dem Rechtsanwalt von Kevin Pezzoni in einem Schreiben auf unzutreffende Aussagen im Interview hinweisen sowie auf die Bestimmungen des Aufhebungsvertrages, insbesondere die Wohlverhaltensklausel", sagte Kölns Medien-Leiter Gerd Koslowski.

In der Verärgerung über Pezzonis Vorwürfe in einem Zeitungsinterview vom vergangenen Sonntag hatten sich Kölns Spitzen zunächst rechtliche Schritte gegen den 23-Jährigen vorbehalten.

Mögliche Verstöße Pezzonis gegen eine Verschwiegenheitsklausel in der Auflösungsvereinbarung kamen als Ansatzpunkt für eine Klage in Betracht.

Auch die Rückforderung der vereinbarten Abfindung, die Schätzungen zufolge zwischen 150.000 und 300.000 Euro betragen haben soll, in voller Höhe oder in Teilen stand im Raum.

Pezzoni hatte erklärt, dass er trotz der Angriffe von FC-Hooligans gegen seine Person seinen Vertrag erfüllen wollte und vom Verein zur Auflösung gedrängt worden wäre.

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