Claus Horstmann, Geschäftsführer des 1. FC Köln, hat sich vehement gegen die Vorwürfe von Ex-Spieler Kevin Pezzoni zur Wehr gesetzt.

"Kevin hätte keine Aufhebung unterschreiben müssen und sein Vater hätte keine Pressemitteilung freigeben müssen, wenn man der Meinung gewesen wäre, dass das nicht die richtige Lösung sei", sagte Hortsmann im Volkswagen Doppelpass auf SPORT1 zur Vertragsauflösung mit dem Defensivspieler.

Pezzoni hatte in einem Interview mit der "Welt am Sonntag" beklagt, er sei keineswegs an einer Vertragsauflösung interessiert gewesen und der Klub sei offenbar froh gewesen, in loswerden zu können.

Dem widersprach Horstmann. "Der Klub hat sich sehr für Kevin eingesetzt und versucht, eine gute Lösung für ihn und seine Fußballkarriere zu finden. In der Vertragsaufhebung haben wir uns noch großzügig gezeigt und sind mit aller Konsequenz gegen die Gewalttäter vorgegangen. Wir haben auch eine Abfindung bezahlt", sagte er.

Pezzoni habe sich sogar per SMS bedankt, berichtete er, auch der Vater des Profis habe in einem Telefonat gesagt, dass es die beste Lösung gewesen sei, den Vertrag aufzulösen.

Der Zweitligist und der Profi hatten am 31. August den Kontrakt beendet, nachdem Pezzoni von angeblichen Fans der Kölner sowohl auf Facebook als auch vor seiner Wohnung massiv bedroht wurde. In seinem Interview hatte Pezzoni bedauert, vom FC nicht stärker gegen die potenziellen Gewalttäter unterstützt worden zu sein.

"Wir haben den Vertrag nicht aufgelöst, um vor irgendwelchen Chaoten zu kapitulieren", sagte Geschäftsführer Horstmann im Volkswagen Doppelpass:

Pezzoni sei von sich aus auf Trainer Holger Stanislawski zugegangen und habe klar gemacht, dass er sich nicht imstande sehe, für das damals anstehende Spiel gegen Energie Cottbus im Kader zu stehen, auf dieser Basis sei es zu Gesprächen und letztlich zur Vertragsauflösung gekommen:

"Wir haben auf der Position nicht nachverpflichtet und haben eine Abfindung gezahlt. Wir haben hier keinerlei Vorteil für den 1. FC Köln erzielen können."

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