Fortuna Düsseldorf hat trotz des umgehenden Einspruchs von Hertha BSC mit Erleichterung auf die Entscheidung des Sportgerichts des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) reagiert, das skandalöse Relegationsrückspiel (2:2) nicht zu wiederholen.

"Im Grunde sind wir erleichtert und erfreut, dass das Ergebnis Bestand hat. Wir hoffen und gehen davon aus, dass das auch in zweiter Instanz Bestand haben wird", sagte Fortuna-Präsident Peter Frymuth.

In erster Instanz sei "alles ausführlich beleuchtet worden. Und das Ergebnis ist deutlich. Unsere Feststellung ist, dass das Spiel ordnungsgemäß zu Ende gebracht wurde."

Allerdings äußerte Frymuth auch Verständnis für die Haltung der Berliner. "Auf der einen Seite muss jeder Verständnis haben, dass in einem Rechtsstaat alle Instanzen anzuwenden sind. Ich überlasse jedem Verein seine Bewertung. Da will ich mich heute nicht groß aus dem Fenster lehnen", sagte Frymuth.

Beeinträchtigungen bei der Abwicklung von Transfers oder den Verhandlungen mit Sponsoren durch die Verzögerung seien überschaubar: "Wir arbeiten im Hintergrund weiter, warten aber natürlich eine rechtskräftige Entscheidung ab. Die Dinge lassen sich weiterführen, im einen oder anderen Punkt aber nicht so zügig, wie man das gedacht hatte."

Finanzvorstand Paul Jäger fügte hinzu, das Urteil gehe "in die richtige Richtung", die Tendenz sei "korrekt. Aber vor Gericht und auf hoher See bist du allein in Gottes Hand. Das gilt auch in der Berufung."

Auf den Verein komme "natürlich was zu. Es gab ja harsche Kritik am Ordnungsdienst. Da ist ja was dran. Das Problem ist, dass unsere Fans sich zwar gefreut haben, aber leider zu früh. Wir haben einen hochprofessionellen Ordnungsdienst, und von daher gehe ich davon aus, dass wir das in den Griff bekommen", sagte Jäger.

Hertha hatte nach dem Urteil des Sportgerichts umgehend angekündigt, das DFB-Bundesgericht anzurufen.

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