In der Diskussion über den Umgang mit Hooligans hat Vorstandsmitglied Klaus Lötzbeier von Aufsteiger Eintracht Frankfurt die kaum mehr mögliche Einflussnahme auf die Hardcore-Fans der Hessen beklagt.

"Seit einem halben Jahr haben wir keinen Kontakt mehr zum harten Kern der Fans. Es ist leider so, dass wir diese Jungs nicht mehr erreichen", sagte Lötzbeier der "Bild".

Der im Eintracht-Vorstand unter anderem für die Fanbetreuung zuständige 72-Jährige unterstellt den Anhängern, eine kompromisslose Linie zu verfolgen.

"Viele Jungs akzeptieren leider nur noch Entscheidungen, die in ihrem Sinn gefällt werden. Immer mehr verlassen die Regeln, nach denen man bisher zusammenleben konnte", sagte Lötzbeier, der am 1. Juni wie sein Vorstandskollege Thomas Pröckl (Finanzen) aus dem Gremium ausscheiden wird.

Die Eintracht-Hooligans waren in der Vergangenheit immer wieder negativ aufgefallen. Im Mai 2011 hatten Hunderte Frankfurter Fans nach der 0:2-Pleite im Bundesligaspiel gegen den 1. FC Köln den Rasen gestürmt.

Die Polizei musste mit Pfefferspray und Schlagstöcken gegen den Mob vorgehen.

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