Zweitliga-Absteiger Hansa Rostock darf auf eine Zukunft im Profifußball hoffen. Die Bürgerschaft der Hansestadt billigte am Mittwoch mit deutlicher Mehrheit einen Maßnahmenkatalog zur Rettung des finanziell angeschlagenen Traditionsvereins.

Bei einer Ablehnung hätte Hansa die Zahlungsunfähigkeit und der damit verbundene Zwangsabstieg gedroht. Am 25. April hatte der Finanzausschuss der Stadt diesen noch abgelehnt. Das Urteil war allerdings nicht bindend.

"Ich freue mich über den positiven Ausgang dieser Abstimmung und bedanke mich im Namen des gesamten Vereins bei der Rostocker Bürgerschaft", sagte Hansas Vorstandsvorsitzender Bernd Hofmann:

"Wir werden alles daran setzen, das Vertrauen der Bürgerschaft zu rechtfertigen, dass sie heute die richtige Entscheidung getroffen hat".

Der Rettungsschirm sieht vor, dem Verein einen Teilerlass der 4,5 Millionen Euro Steuerschulden zu gewähren, der sich auf rund 680.000 Euro beläuft. Zudem soll es eine direkte Finanzspritze von 750.000 Euro geben.

Außerdem soll die Stadt das Trainingszentrum des Vereins zurückkaufen. Dem Teilerlass müssen neben der Stadt allerdings auch das Land Mecklenburg-Vorpommern und zwei Banken zustimmen.

Weiterlesen