Fortuna Düsseldorf hat im Aufstiegsrennen der Zweiten Liga eine große Chance vertan.

Der Herbstmeister verpasste durch ein 0:0 gegen Verfolger FC St. Pauli, seinen Vorsprung auf dem Relegationsplatz gegenüber den Hamburgern auf fünf Punkte auszubauen.

Die Rheinländer liegen nach ihrem siebten Remis in der Rückrunde sechs Runden vor Schluss als Tabellendritter nach wie vor zwei Zähler vor St. Pauli, aber bereits sechs Punkte hinter der SpVgg Greuther Fürth und sieben Zähler hinter Spitzenreiter Tabellenführer Eintracht Frankfurt.

Vor 47.484 Zuschauern konnten beide Mannschaften vor der Pause den hohen Erwartungen nicht gerecht werden. Sowohl die Gastgeber als auch der Bundesliga-Absteiger waren zunächst auf Sicherheit bedacht und agierten in der Offensive zumeist überhastet, sodass sich kaum Tormöglichkeiten ergaben.

Die Düsseldorfer, bei denen Junioren-Nationalspieler Maximilian Beister wegen einer Gelbsperre fehlte, konnten durch Sascha Rösler und Oliver Fink (29.) immerhin zwei ganz ordentliche Chancen verbuchen.

In der 32. Minute jubelten dann die Gäste über ihre vermeintliche Führung, doch Paulis Torjäger Marius Ebbers stand bei seinem Treffer im Abseits. Kurz vor der Pause wähnten sich die Fortunen schon vorn, nachdem Assani Lukimya den Ball über die Linie gestochert hatte.

Zuvor jedoch hatte der deutsche EM-Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) wegen eines Fouls von Rösler an Gästetorwart Benedikt Pliquett zu Recht das Spiel unterbrochen.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Fortuna kurzfristig den Druck, doch die erste Chance hatten die Gäste in der 52. Minute durch Carsten Rothenbach, der das Ziel nur knapp verfehlte. Die Hanseaten wurden anschließend stärker und waren der Führung deutlich näher als die Hausherren, für die Torwart Robert Almer wenig später erst gegen Fabian Boll und dann gegen Max Kruse einen möglichen Rückstand seiner Mannschaft verhinderte.

Carlos Zambrano sah nach einem Foul in der 73. Minute an Dum die Gelb-Rote Karte. Danach spuckte er Fortunas Rösler an.

Rösler hatte 20 Minuten vor dem Ende noch eine gute Gelegenheit für die Düsseldorfer.

Beste Düsseldorfer waren der künftige Kölner Lukimya und Keeper Almer, bei St. Pauli ragten bis zu seinem Platzverweis Zambrano sowie Deniz Naki heraus.

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