Der SC Paderborn muss den Kader nach dem Aufstieg personell aufbessern. Nur auf Bestehendes zu setzen, könnte fatale Folgen haben.

Der Aufstieg des SC Paderborn ist eine Überraschung - keine Frage. Eine Sensation ist er nicht.

Seit Jahren wird in Ostwestfalen seriös gewirtschaftet, bei der Personalauswahl bewies man oft ein glückliches Händchen. Jos Luhukay war dort Trainer. Auch ein gewisser Roger Schmidt, um den man sich nun in der Bundesliga balgte.

Andre Breitenreiter setzt diese Reihe fort und formte eine Mannschaft, die diese Bezeichnung wirklich verdient. Ohne Stars und trotzdem mit spielerischer Klasse. Der Aufstieg ist die gerechte Folge.

[image id="9bcba1b1-63ad-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Ob es in der Bundesliga zu mehr als einer kurzen Stippvisite reicht, wird bereits in den kommenden Wochen entschieden. Wer kommt? Wer geht?

Dass die Mischung aus großer Euphorie und klarer Philosophie nicht zum Klassenerhalt reicht, erfuhren die SpVgg Greuther Fürth und Eintracht Braunschweig in den vergangenen beiden Spielzeiten leidvoll.

Auch aus Paderborn zu hören, dass man nun "zu 90 Prozent" auf Spieler aus dem bestehenden Kader setzen will. Ein Risiko, das dem Klub in der ersten Liga zum Verhängnis werden kann.

Dennoch: Zumindest in Ostwestfalen ist Paderborn bis auf Weiteres die Nummer eins. Arminia Bielefeld, einst mehr als nur einen kleinen Schritt voraus, ist abgehängt.

Immerhin reichte es für die Arminia am Sonntag zur Relegation. Auch das ist verdient. Der Verlauf des Spiels in Dresden bewies zwei Dinge: Bielefeld kann kämpfen, Dresdens Fans sind weiter ein echtes Problem.

Böllerwurf, Rauchschwaden, Spielunterbrechung. Das ist viel mehr als überflüssig. Das ist einem Traditionsverein wie Dynamo unwürdig und nicht mal drittklassiger Stil.

Weiterlesen