Marcel Appiah (blau) bereitete zwei Bielefelder Tore vor © imago

Die Arminen landen gegen Fürth einen Kantersieg und verlassen die Abstiegsplätze. Lorenz überragt als Torschütze und Vorbereiter.

Bielefeld - Zweitligist SpVgg Greuther Fürth hat zum Rückrundenauftakt eine überraschend deutliche Pleite hinnehmen müssen.

Die Mannschaft von Trainer Frank Kramer verlor am Sonntag bei Arminia Bielefeld klar mit 1:4 (1:1), bleibt aber trotz der höchsten Saisonniederlage erster Verfolger des Tabellenführers 1. FC Köln.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Für Bielefeld, das die Abstiegsränge verließ, war der zweite Sieg aus den letzten drei Spielen ein ermutigendes Signal.(So., ab 19 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1).

Die Elf von Trainer Stefan Krämer ging nach einem Kopfball von Patrick Schönfeld (24.) in Führung. Diese hielt jedoch nicht lange, weil Fürths Stephan Fürstner (26.) in einem Strafraumgewühl die Übersicht behielt und mit einem Linksschuss ausglich.

Gegentor in Unterzahl

Per Direktabnahme erzielte Marc Lorenz (51.) nach dem Seitenwechsel das 2:1 für die Ostwestfalen. Zu diesem Zeitpunkt spielte Fürth in Unterzahl, weil Nico Gießelmann außerhalb des Platzes behandelt wurde.

Die Gäste machten hinterher offen: Tim Jerat (76.) und Johannes Rahn (78.) nutzten die Räume, um die Begegnung zu entschieden. "Das war überragend, wie wir die Konter nachher gefahren", sagte Lorenz hinterher bei "Sky". Der offensive Mittelfeldspieler glänzte nicht nur als Torschütze, sondern auch als zweifacher Vorbereiter.

Lorenz in Topform

Der gebürtige Münsteraner ist überhaupt in Topform: Lorenz gelang im dritten Spiel in Folge ein Treffer, in den 18 Monaten zuvor gelang im kein einziges Tor.

Gegen Fürth konnte sich der 25-Jährige zudem auf seine Mitspieler verlassen: Der Arminia waren vor 11.313 Zuschauern die jüngsten positiven Ergebnisse anzumerken. Der Aufsteiger versteckte sich nicht und hielt mit Wucht und Leidenschaft vor allem physisch gut dagegen.

Zögerliche Gäste

Den Franken hingegen fehlte trotz spielerischer Vorteile phasenweise die gewohnte Kombinationssicherheit. Im Abschluss agierte die SpVgg zudem oft zu zögerlich und leistete sich defensiv zu viele Aussetzer.

Bei Bielefeld erhielten Lorenz und Philipp Riese Bestnoten, Fürth hatte in Florian Trinks seinen stärksten Spieler.

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