Jimenez Torres (r.) war einer der überragenden Spieler für den KSC © getty

Der KSC führt zur Pause bereits 3:0 gegen Frankfurt, zaubert sich den Gegner zurecht. Danach fallen die Gastgeber völlig zusammen.

Karlsruhe - Der Karlsruher SC hat den Sprung auf Relegationsplatz drei in der 2. Liga trotz einer 3:0-Führung zur Halbzeitpause verpasst. (So., ab 19 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1)

Beim 3:3 gegen den FSV Frankfurt schlug das zunächst indisponierte Team von FSV-Trainer Benno Möhlmann im zweiten Durchgang zurück und sicherte sich einen wichtigen Zähler im Kampf gegen den Abstieg.

Micanski mit dem Kinn

Der Ex-Frankfurter Ilhan Micanski erzielte mit einem kuriosen Kinn-Tor bereits nach acht Minuten die Führung, die Gäste reklamierten vor 12.091 Zuschauern zu Unrecht ein Handspiel des Bulgaren.

Vorlagengeber war wie bei den weiteren Treffern von Rouwen Hennings (28.) und erneut Micanski (32.) der überragende Manuel Torres. Zafer Yelen brachte die Hessen nach der Pause mit einem Freistoßtreffer auf 1:3 heran (65.).

Edmund Kapllani verkürzte durch einen umstrittenen Handelfmeter (83.) auf 2:3, ehe der starke Yelen den Ausgleich (87.) markierte.

KSC-Trainer Markus Kauczinski nach dem Spiel nüchtern: "Wir dachten, wir haben das schon sicher und machen noch das vierte Tor. Jeder hat dann so ein bisschen für sich gespielt, wir waren nicht mehr so konsequent in der Defensive", sagte er bei Sky. "Dann kann ein Gegner wie Frankfurt auch Tore machen, aus einem Elfmeter und einem Freistoß."

Frankfurt zunächst überfordert

Der KSC spielte seine technische Überlegenheit zu Beginn konsequent aus und kam problemlos zu Chancen. Die Frankfurter waren zunächst mit dem Tempo des Aufsteigers überfordert. Der FSV kreierte im ersten Durchgang nicht eine gefährliche Offensiv-Szene. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Nach dem Wechsel verschwand das beeindruckte Staunen aus dem Gesicht von KSC-Coach Markus Kauczinski jedoch fast völlig, als sich Frankfurt stark aufbäumte und letztlich auch zum verdienten Ausgleich kam.

Trainer Benno Möhlmann dachte bereits voraus: "Ich hoffe, dass die Mannschaft dadurch den Push kriegt, dass wir das letzte auch sehr schwere Spiel gegen 1860 München erfolgreich gestalten können", sagte er bei Sky.

Der FSV knackte zugleich auch die Serie der Karlsruher, die zuvor vier Spiele lang keinen Gegentreffer kassiert hatten.

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