Cottbus-Coach Stephan Schmidt wurde im Mai 2013 beim SC Paderborn entlassen © getty

Cottbus steckt auch mit Coach Stephan Schmidt in der Krise. Gegen Düsseldorf soll nun der Befreiungsschlag her - egal wie.

Von Reinhard Franke

München - Stephan Schmidt hatte sich das ganz anders vorgestellt.

Und der Trainer von Energie Cottbus dürfte mal wieder eines der ältesten Fußball-Sprichwörter rauskramen.

"Die Hoffnung stirbt zuletzt" - daran dürfte sich der 37-Jährige geradezu klammern, wenn es für seine Mannschaft am Samstag im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf geht (ab 12.45 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER).

Schmidts Bilanz in der Lausitz seit seinem Amtsantritt Anfang November ist ernüchternd: Vier Spiele, vier Niederlagen. 2:10 Tore. Platz 18. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Rechnet man Energies Ex-Coach Rudi Bommer mit dazu, sind die Cottbuser sogar seit acht Partien sieglos. Gegen die Fortuna soll nun endlich der bekannte Knoten platzen.

Doch die Vorzeichen sind alles andere als günstig, personell kommt es für Cottbus knüppeldick.

Neben den gesperrten Marco Stiepermann und Ivica Banovic fallen nun auch noch die Leistungsträger Stiven Rivic, André Formitschow und Marc Andre Kruska aus.

Energie ohne Mittelfeld

"Mir fällt praktisch das komplette Mittelfeld aus, aber damit müssen wir leben", sagt Schmidt.

Zum Spiel müsse er "nicht viel sagen." Denn: "Es gilt dreifach zu punkten. Die Personalsitution ist wirklich schlimm, aber es gibt keine Ausreden."

Der Gegner reist mit einem Hauch von Erleichterung an. Fortuna-Coach Oliver Reck, der als Interimstrainer vorerst bis zum Jahresende fungiert, gewann am Montag gleich seine Premiere beim 1. FC Kaiserslautern (Bericht) und setzte damit ein erstes Ausrufezeichen.

Bis Weihnachten, so hört man, wird Fortuna seinen neuen Cheftrainer präsentieren. Nun will der 48-Jährige mit seinem Team nachlegen und ein weiteres Bewerbungsschreiben abgeben, damit er auch im neuen Jahr Cheftrainer bleiben darf.

Reck betont Wichtigkeit

"Für uns wird die Partie mindestens genauso schwierig wie in Kaiserslautern", betont Reck.

"Man weiß doch, wie gefährlich angeschlagene Boxer sind. Es wird für uns sicherlich keine leichte Aufgabe. Aber uns muss auch bewusst sein, dass wir eine große Chance haben, uns zu festigen."

Man müsse "mit dem gleichen Engagement zu Werke gehen wie auf dem Betzenberg."

Cottbus liegt der Fortuna. Gegen Düsseldorf blieben die Lausitzer zuletzt viermal sieglos (ein Unentschieden, drei Niederlagen).

Cottbus: Almer - Schulze, Möhrle, Börner, Bittroff - Bohl, Brinkmann - Bickel, Affane - Sanogo, Jendrisek

Düsseldorf: Giefer - Levels, Latka, Malezas, Bomheuer - Erat, Lambertz, Gartner, Halloran - Benschop, Hoffer

SPORT1 hat alle weiteren Infos zu den Spielen der Zweiten Liga:

SAMSTAG:

VfL Bochum - Union Berlin

Bochum: Luthe - Freier, Maltritz, Fabian, Bastians - Tasaka, Jungwirth, Tiffert, Cwielong - Ilsö, Sukuta-Pasu

Berlin: Haas - Pfertzel, Eggimann, Puncec, Kopplin - Kreilach - Quiring, Mattuschka, Köhler - Dausch - Terodde

Ausgangslage: Bochum hat von seinen letzten fünf Heimspielen nur eines gewonnen (ein Unentschieden, drei Niederlagen). Union wartet seit sechs Pflichtspielen auf einen Sieg und kassierte zuletzt vier Niederlagen in Folge (inklusive DFB-Pokal). (1:0)

(Sa., ab 12.45 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER)

SONNTAG:

Erzgebirge Aue - FC Ingolstadt

Aue: Männel - Klingbeil, Ivan Gonzalez, Paulus, Miatke - Fa. Müller, M. Fink, Benatelli, Kocer - Janjic - Sylvestr

Ingolstadt: Özcan - da Costa, Gunesch, Matip, Danilo - Hartmann, Morales, Roger, Caiuby - Groß, Hofmann

Ausgangslage: Aue hat von seinen vergangenen sechs Begegnungen nur eine gewonnen (zwei Unentschieden, drei Niederlagen). Ingolstadt gewann drei seiner jüngsten vier Spiele (eine Niederlage). Von den bisherigen neun Duellen gegen Aue hat Ingolstadt zwei gewonnen (vier Unentschieden, drei Niederlagen). (2:1)

(So., ab 13.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER, HIGHLIGHTS ab 19.00 Uhr im TV auf SPORT1)

Karlsruher SC - FSV Frankfurt

Karlsruhe: Orlishausen - Klingmann, Gordon, Mauersberger, Vitzthum - Peitz, Yabo - Torres, Hennings, Alibaz - van der Biezen

Frankfurt: Klandt - Huber, Schlicke, Konrad, Teixeira - Heitmeier, Kauko - Görlitz, Epstein - Kapllani, Leckie

Ausgangslage: Der seit sieben Spielen unbesiegte KSC blieb zuletzt viermal ohne Gegentreffer. Von den vergangenen sieben Spielen hat Frankfurt nur eines gewonnen (ein Unentschieden, fünf Niederlagen). Von bislang 20 Duellen mit Karlsruhe haben die Frankfurter sieben gewonnen (zwei Unentschieden, elf Niederlagen). (1:0)

(So., ab 13.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER, HIGHLIGHTS ab 19.00 Uhr im TV auf SPORT1)

Arminia Bielefeld - SpVgg Greuther Fürth

Bielefeld: Platins - Appiah, Hübener, Hornig, Feick - Riese, Burmeister - Schönfeld, Jerat, Lorenz - Klos

Fürth: Hesl - Brosinski, Kleine, Mavraj, Gießelmann - Fürstner, Sparv - Stieber, Trinks, Zillner - Füllkrug

Ausgangslage: Bielefeld holte zuletzt vier Zähler aus zwei Spielen. Fürth, das die letzten drei Duelle mit Bielefeld gewinnen konnte, hat vier seiner vergangenen fünf Partien gewonnen (eine Niederlage). (0:2)

(So., ab 13.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER, HIGHLIGHTS ab 19.00 Uhr im TV auf SPORT1)

MONTAG:

1860 München - FC St. Pauli

Ausgangslage: 1860 feierte zuletzt vier Siege in Serie und hat damit den Anschluss an die Aufstiegsränge geschafft. St. Pauli gewann drei seiner jüngsten vier Partien. Bei den Münchnern haben die Hamburger von elf Duellen nur eines gewonnen (ein Unentschieden, neun Niederlagen). (0:1)

(Mo., ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER)

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