Dresden ist wegen Ausschreitungen in dieser Saison für den DFB-Pokal gesperrt © getty

Beim Duell gegen den Tabellenführer stehen die Fans von Dynamo Dresden unter Beobachtung. Bei Fehltritten drohen harte Strafen.

München - Für Dynamo Dresden geht es beim Spitzenreiter 1. FC Köln nicht nur um Punkte, sondern auch um seinen Ruf und mögliche drastische Sanktionen (ab 18.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER, HIGHLIGHTS ab 22.15 Uhr im TV auf SPORT1) .

Die Drohkulisse steht: Sollte es eine Woche nach den schweren Ausschreitungen von Dresdner Fans in Bielefeld mit 17 verletzten Polizisten wieder zu Krawallen kommen, sind Strafen für den achtmaligen DDR-Meister nicht mehr abzuwenden.

Schon am Mittwoch erklärten Deutscher Fußball-Bund (DFB) und Deutsche Fußball Liga (DFL) für diesen Fall, dass für die nächste Auswärtspartie der Sachsen bei Union Berlin keine Stehplatzkarten im Gästebereich verkauft werden dürften.

"Wir werden angesichts der Bilder aus Bielefeld nicht tatenlos zuschauen, wie rücksichtslose Gewalttäter die Bühne Fußball missbrauchen", teilten DFB-Vizepräsident Rainer Koch und DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig mit.

Müller nimmt Stellung

Höchstwahrscheinlich müssen sich die Kölner aber keine Sorgen machen. Auch innerhalb der Dresdner Fanszene sitzt der Schock immer noch tief.

Die Dynamo-Fans würden "mit einer klar erkennbaren Demut nach Köln kommen", erklärte Dresdens Geschäftsführer Christian Müller.

Neben den eigenen Fans hat Müller im Gespräch mit SPORT1.fm auch die Polizei in die Pflicht genommen, das gegenseitige Miteinander zu verbessern:

"Es ist eine schlimme Erkenntnis, dass die Fronten zwischen der Polizei und der Ultra-Szene so verhärtet sind. Wir müssen ein Miteinander finden und die gegenseitigen Vorbehalte abbauen. Eine wechselseitige Hochrüstung hilft uns nichts." (NEWS: Dresden nimmt Polizei und Fans in die Pflicht)

Vermummung

Dabei müsse auch die zunehmende Vermummung der Fans abgebaut werden.

Unter der Woche begann in Dresden bereits die Aufarbeitung der Geschehnisse. Konkrete Maßnahmen ergriffen die Vereinsvertreter Dynamos aber noch nicht. Allerdings kündigte Müller an, die Übeltäter bei eindeutiger Identifizierung "für alle Zeiten" von Dynamo-Spielen ausschließen zu wollen.

Köln optimistisch

Der 1. FC Köln nimmt die Signale des kommenden Gegners positiv auf. In der Domstadt möchte man ohnehin nur sportlich Schlagzeilen schreiben (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Es kann immer mal problematisch werden bei dem einen oder anderen Spiel. Das wissen wir, und wir sind darauf vorbereitet", sagte Manager Jörg Schmadtke: "Wir werden gemeinsam mit Dynamo Dresden und der Polizei versuchen, ein einigermaßen normales Spiel über die Bühne zu bringen - ohne außerordentliche und überregionale Berichterstattung über Ausschreitungen."

Auch FC-Präsident Werner Spinner äußerte sich zuversichtlich. "Der Verein hat alle Sondermaßnahmen getroffen, die bei solch einem Risikospiel notwendig sind. Das haben wir in Abstimmung mit Dresden und der Polizei getan. Es werden 1400 Dresdner mit Bussen anreisen, im Vergleich zu 3500 in Bielefeld. Wir haben getan, was wir tun konnten", sagte Spinner: "Wir haben wegen der Vorgeschichte keine Karte weniger verkauft, ich bin überzeugt, es wird friedlich bleiben."

SPORT1 hat alle weiteren Infos zu den Spielen der Zweiten Liga:

FREITAG

1.FC Köln - Dynamo Dresden

Köln: Horn - Brecko, Maroh, Wimmer, Hector - Risse, Lehmann, Gerhardt, Halfar - Helmes, Ujah

Dresden: Kirsten - Gueye, Bregerie, Susac, Schulz - Leistner - Kempe, Losilla, Menz, Ouali - Dedic

Ausgangslage: Köln hat seine jüngsten beiden Auftritte ohne einen Gegentreffer gewonnen. Dresden hat nur eines seiner vergangenen acht Spiele gewonnen. Von den bislang 14 Duellen gegen die Kölner haben die Dresdner fünf gewonnen (fünf Unentschieden, vier Niederlagen). (1:1)

(Fr., ab 18.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER, HIGHLIGHTS ab 22.15 Uhr im TV auf SPORT1)

1. FC Kaiserslautern - SC Paderborn

Kaiserslautern: Sippel - Dick, Simunek, Torrejon, Löwe - Karl, Alushi - Fortounis, Gaus - Zoller, Idrissou

Paderborn: Kruse - Heinloth, Ziegler, Hünemeier, Brückner - Demme, Vrancic - Meha, Wurtz, Bertels - Sane

Ausgangslage: Kaiserslautern kassierte zuletzt zwei Niederlagen in Folge. Die Lauterer haben noch nie ein Pflichtspiel gegen Paderborn verloren (fünf Siege, vier Unentschieden). Der SC, der aus den letzten beiden Partien vier Zähler einfuhr, kassierte in jedem seiner vergangenen zehn Spiele mindestens ein Gegentor. (Hinrunde: 1:0)

(Fr., ab 18.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER, HIGHLIGHTS ab 22.15 Uhr im TV auf SPORT1)

VfR Aalen - SV Sandhausen

Aalen: Fejzic - Traut, Barth, Hübner, Buballa - Hainault, Junglas - Leandro - Weiß, Lechleiter, Valentini

Sandhausen: Riemann - Schauerte, Olajengbesi, Schulz, Achenbach - Linsmayer, Tüting - Stiefler, Ulm, Adler - Löning

Ausgangslage: Aalen hat drei seiner jüngsten vier Partien verloren (ein Sieg). Sandhausen, das zwei seiner jüngsten drei Spiele gewonnen hat, gewann fünf der bislang insgesamt 19 Duelle mit Aalen (acht Unentschieden, fünf Niederlagen).

(Fr., ab 18.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER, HIGHLIGHTS ab 22.15 Uhr im TV auf SPORT1)

SAMSTAG:

Energie Cottbus - Fortuna Düsseldorf

Cottbus: Almer - Schulze, Möhrle, Börner, Bittroff - Bohl, Brinkmann - Bickel, Fomitschow - Sanogo, Jendrisek

Düsseldorf: Giefer - Levels, Latka, Malezas, Bomheuer - Erat, Lambertz, Gartner, Halloran - Benschop, Hoffer

Ausgangslage: Die seit acht Partien sieglosen Cottbuser kassierten zuletzt sechs Niederlagen in Folge. Gegen Düsseldorf blieben die Lausitzer zuletzt viermal sieglos (ein Unentschieden, drei Niederlagen). Die Fortunen feierten im ersten Spiel unter Interimstrainer Oliver Reck einen 1:0-Sieg in Kaiserslautern. (0:1)

(Sa., ab 12.45 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER)

VfL Bochum - Union Berlin

Bochum: Luthe - Freier, Maltritz, Fabian, Bastians - Tasaka, Jungwirth, Tiffert, Cwielong - Ilsö, Sukuta-Pasu

Berlin: Haas - Pfertzel, Eggimann, Puncec, Kopplin - Kreilach - Quiring, Mattuschka, Köhler - Dausch - Terodde

Ausgangslage: Bochum hat von seinen letzten fünf Heimspielen nur eines gewonnen (ein Unentschieden, drei Niederlagen). Union wartet seit sechs Pflichtspielen auf einen Sieg und kassierte zuletzt vier Niederlagen in Folge (inklusive DFB-Pokal). (1:0)

(Sa., ab 12.45 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER)

SONNTAG:

Erzgebirge Aue - FC Ingolstadt

Aue: Männel - Klingbeil, Ivan Gonzalez, Paulus, Miatke - Fa. Müller, M. Fink, Benatelli, Kocer - Janjic - Sylvestr

Ingolstadt: Özcan - da Costa, Gunesch, Matip, Danilo - Hartmann, Morales, Roger, Caiuby - Groß, Hofmann

Ausgangslage: Aue hat von seinen vergangenen sechs Begegnungen nur eine gewonnen (zwei Unentschieden, drei Niederlagen). Ingolstadt gewann drei seiner jüngsten vier Spiele (eine Niederlage). Von den bisherigen neun Duellen gegen Aue hat Ingolstadt zwei gewonnen (vier Unentschieden, drei Niederlagen). (2:1)

(So., ab 13.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER, HIGHLIGHTS ab 19.00 Uhr im TV auf SPORT1)

Karlsruher SC - FSV Frankfurt

Karlsruhe: Orlishausen - Klingmann, Gordon, Mauersberger, Vitzthum - Peitz, Yabo - Torres, Hennings, Alibaz - van der Biezen

Frankfurt: Klandt - Huber, Schlicke, Konrad, Teixeira - Heitmeier, Kauko - Görlitz, Epstein - Kapllani, Leckie

Ausgangslage: Der seit sieben Spielen unbesiegte KSC blieb zuletzt viermal ohne Gegentreffer. Von den vergangenen sieben Spielen hat Frankfurt nur eines gewonnen (ein Unentschieden, fünf Niederlagen). Von bislang 20 Duellen mit Karlsruhe haben die Frankfurter sieben gewonnen (zwei Unentschieden, elf Niederlagen). (1:0)

(So., ab 13.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER, HIGHLIGHTS ab 19.00 Uhr im TV auf SPORT1)

Arminia Bielefeld - SpVgg Greuther Fürth

Bielefeld: Platins - Appiah, Hübener, Hornig, Feick - Riese, Burmeister - Schönfeld, Jerat, Lorenz - Klos

Fürth: Hesl - Brosinski, Kleine, Mavraj, Gießelmann - Fürstner, Sparv - Stieber, Trinks, Zillner - Füllkrug

Ausgangslage: Bielefeld holte zuletzt vier Zähler aus zwei Spielen. Fürth, das die letzten drei Duelle mit Bielefeld gewinnen konnte, hat vier seiner vergangenen fünf Partien gewonnen (eine Niederlage). (0:2)

(So., ab 13.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER, HIGHLIGHTS ab 19.00 Uhr im TV auf SPORT1)

MONTAG:

1860 München - FC St. Pauli

Ausgangslage: 1860 feierte zuletzt vier Siege in Serie und hat damit den Anschluss an die Aufstiegsränge geschafft. St. Pauli gewann drei seiner jüngsten vier Partien. Bei den Münchnern haben die Hamburger von elf Duellen nur eines gewonnen (ein Unentschieden, neun Niederlagen). (0:1)

(Mo., ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER)

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