Florian Trinks (r.) kam von Werder Bremen zu Greuther Fürth © imago

Florian Trinks überzeugt beim Sieg in Sandhausen mit sportlichem Verhalten. Die SpVgg bleibt zum Hinrunden-Ende erster Köln-Jäger.

Sandhausen - Absteiger SpVgg Greuther Fürth bleibt auf dem direkten Weg zurück in die Bundesliga.

Am letzten Hinrunden-Spieltag der Zweiten Liga sicherten sich die Franken durch ein 3:1 (1:1) beim SV Sandhausen den zweiten Tabellenplatz, einen Punkt hinter Herbstmeister 1. FC Köln.

Zoltan Stieber per Foulelfmeter (56.) und Florian Trinks (76.) erzielten die Treffer zum Sieg. Zuvor hatte Niclas Füllkrug (32.) die Führung der zu Hause zuvor unbesiegten Gastgeber durch Simon Tüting (16.) ausgeglichen.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Trinks gesteht Handspiel

Mann des Tages war ganz klar Trinks. Ein erstes Tor des Stürmers (52.) zählte nicht - er hatte den Ball unabsichtlich mit der Hand über die Linie gelenkt und das fairerweise auch angezeigt.

"Für mich ist das nicht großes Fairplay, sondern selbstverständlich. Ich habe es nicht mit Absicht gemacht, aber es war ganz klar Hand. Und so möchte ich keine Tore schießen. Für mich war es ganz normal, dass ich sage, dass es kein Tor ist", sagte Trinks im Gespräch mit SPORT1.

Schiedsrichter Dr. Joachen Drees hatte das Handspiel nach eigenen Angaben in Zusammenarbeit mit seinem Assistenten erkannt, lobte aber auch den Fürther Angreifer. "Wir sind durch Herrn Trinks bestätigt worden, der im Vorbeigehen gesagt hat, dass er mit der Hand am Ball war", sagte Drees zu SPORT1.

Kramer stapelt tief

Von einem möglichen Wiederaufstieg wollte der Fürther Trainer Frank Kramer nach dem Spiel nach wie vor nichts wissen. Dass seine Mannschaft nach dem Abstieg und dem Umbruch so schnell Fuß gefasst habe, sei "für alle überraschend", räumte er stolz ein. Es seien aber erst 17 von 34 Spielen gespielt, und wichtig sei jetzt das Auswärtsspiel am kommenden Wochenende bei Arminia Bielefeld - alles andere lässt uns total kalt", sagte Kramer bei "Sky".

Trotz deutlicher Überlegenheit tat sich Fürth vor 4000 Zuschauern zunächst schwer gegen gut verteidigende Sandhäuser und leistete sich selbst Unachtsamkeiten in der Defensive. Eine dieser Situationen nutzte Sandhausen nach einer Viertelstunde mit einer einstudierten Eckballvariante zur Führung.

Zäher Beginn

Erst nach gut 20 Minuten kam Fürth besser ins Spiel, fand Räume in der Abwehr der Gastgeber und nutzte gleich den ersten groben Fehler zum Ausgleich durch Füllkrug, der aus halbrechter Position traf.

Danach taten sich bei den Gastgebern immer wieder große Lücken auf, besonders, wenn Fürth seine schnellen Gegenangriffe startete. Weitere gute Chancen vor und nach der Pause ließen die Franken aber zunächst ungenutzt.

So musste ein Elfmeterpfiff von Drees helfen: Julian Schauerte hatte Robert Zillner zu Fall gebracht. Stieber verwandelte sicher. Fürth suchte danach die endgültige Entscheidung, vergab aber eine Reihe guter Chancen, ehe Trinks, neben Mergim Mavraj und Zillner Bester seiner Mannschaft, noch einmal traf - diesmal allerdings regulär.

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