Stephan Schmidt (r.) musste seine Elf nach dem Abpfiff bislang stets trösten © getty

Cottbus empfängt Ingolstadt zum Duell im Abstiegskampf. Der Trainereffekt ist bislang verpufft, doch Schmidt gibt nicht auf.

München - Mehr Abstiegskampf geht nicht, wenn das Schlusslicht den Vorletzten empfängt. Und doch trennen die Klubs von Cottbus und Ingolstadt (Gefühls-) Welten. (ab 13.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER) .

Während Neu-Coach Ralph Hasenhüttl bei den Schanzern mit einer Ausbeute von zehn Zählern aus sechs Spielen das Licht im Keller wieder angeknipst hat, ist es in Cottbus zappenduster.

Drei Spiele, null Punkte. Die Ausbeute von Energies neuem Coach Stephan Schmidt macht nicht gerade Hoffnung auf den Klassenerhalt. Der Trainereffekt ist bislang komplett ausgeblieben und das Spiel gegen den FCI schon so etwas wie die letzte Chance für eine Wende. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Ich sehe jeden Tag Fortschritte", sagte Schmidt, doch er braucht auch bald Ergebnisse.

Sechs Punkte zum rettenden Ufer

Denn: Bei 13 Zählern aus 16 Spielen und bereits sechs Zählern Rückstand auf das rettende Ufer ist Zeit genau das, was man in der Lausitz im Moment nicht hat. "Wir haben 19 Endspiele", gibt Schmidt deshalb eine klare Parole aus.

Für den Ex-Paderborn-Coach ist die Krise in Cottbus vor allem mentalen Problemen geschuldet. Einer, der davon noch nicht angesteckt sein dürfte, weil er erst vor kurzem in die Lausitz gewechselt ist, wäre Steffen Bohl.

"Es ist denkbar, dass er erstmals in der Anfangself steht", machte Schmidt dem Neuen Hoffnung, zumal der gesperrte Michael Schulze ersetzt werden muss.

Affane fliegt raus

Während Bohl dem Trainer eine weitere Alternative bietet, ist Schmidt unter der Woche zu disziplinarischen Maßnahmen gezwungen gewesen.

Amin Affane flog aus dem Kader und muss bis auf Weiteres bei der U 23 trainieren.

"Der junge Mann muss das Wort gemeinsam offenbar erst noch lernen", erklärte Schmidt die Maßnahme gegen den Ex-Chelsea-Spieler. Keine Punkte, keine Disziplin, keine Hoffnung. Aus diesem Stoff sind normalerweise Abstiege geschrieben. In Cottbus kommen auch noch die vor der Saison ausgegebenen Ziele hinzu.

Andere Erwartungshaltung

Diese waren höhere gewesen. Nach Platz 8 in der Vorsaison wollte man unter Ex-Coach Rudi Bommer ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden. Dies ist im Moment so die einzige, noch verbliebene Parallele zu Ingolstadt, wo Marco Kurz früh in der Saison gehen musste. Jetzt haben Hasenhüttl und Schmidt das Sagen.

"Die Handschrift des Trainers Ralph Hasenhüttl ist deutlich erkennbar", streute Schmidt seinem Gegenüber vom Sonntag vorab schon mal Rosen und hofft wohl, dass das die Cottbuser Gegner bald auch über seine eigene Arbeits sagen werden.

Torwartproblem beim FCI

Im Duell der österreichischen Nationalkeeper Robert Almer (Cottbus) und Ramazan Özcan (Ingolstadt) wird der Gäste-Schlussmann wohl nicht nur von den Fans mit besonderer Aufmerksamkeit beobachtet.

Beim Pokal-Aus in Wolfsburg machte Özcan den aussichtsreich spielenden und sogar führenden Ingolstädtern mit zwei groben Patzern einen Strich durch die Rechnung. Bereits bei der Liga-Pleite gegen Sandhausen erwischte der 29-Jährige einen gebrauchten Tag.

Für Hasenhüttl ist die aktuelle Formkrise seiner Nummer 1 jedoch noch nicht Grund, um ihn rauszunehmen. "Rambo ist einer, der sich nicht versteckt, und hat gleich wieder Gas gegeben."

Voraussichtliche Aufstellungen:

SONNTAG:

FC Energie Cottbus - FC Ingolstadt

Cottbus: Almer - Bittroff, Möhrle, Börner, Svab - Bohl, Banovic - Stiepermann, Bickel - Sanogo, Jendrisek

Ingolstadt: Özcan - da Costa, Gunesch, Matip, Danilo - Groß, Roger - Mo. Hartmann, Hajnal, Caiuby

Ausgangslage: Das seit sieben Partien sieglose Schlusslicht Cottbus kassierte zuletzt fünf Niederlagen in Folge. Ingolstadt gewann drei der letzten vier Auswärtsspiele jeweils 1:0. Von bislang sieben Duellen mit den Cottbusern gewann Ingolstadt zwei.

(So., ab 13.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER, HIGHLIGHTS ab 19 Uhr im TV auf SPORT1)

VfR Aalen - SC Paderborn 07

Aalen: Fejzic - Traut, Barth, Hübner, Buballa - A. Hofmann, Junglas, Leandro - Lechleiter, Reichwein, Valentini

Paderborn: Kruse - Heinloth, Strohdiek, Hünemeier, Brückner - Vrancic, Ziegler, Demme - Meha, Saglik, Bertels

Ausgangslage: Aalen, das zwei seiner jüngsten drei Heimspiele ohne Gegentor gewann, gewann noch nie ein Pflichtspiel gegen Paderborn (zwei Unentschieden, zwei Niederlagen). Paderborn wartet bereits seit vier Partien auf seinen sechsten Saisonsieg.

(So., ab 13.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER, HIGHLIGHTS ab 19 Uhr im TV auf SPORT1)

SV Sandhausen - SpVgg Greuther Fürth

Sandhausen: Riemann - Schauerte, Olajengbesi, D. Schulz, Achenbach - Tüting, Linsmayer - Klotz, Ulm, Thiede - Blum

Fürth: Hesl - Brosinski, Kleine, Mavraj, Gießelmann - Fürstner, Sparv - Stieber, Trinks, Weilandt - Füllkrug

Ausgangslage: Sandhausen, in dieser Saison zu Hause ungeschlagen, hat drei seiner vergangenen vier Spiele gewonnen. Auch Fürth holte aus den letzten vier Spielen neun Punkte.

(So., ab 13.15 Uhr LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER, HIGHLIGHTS ab 19 Uhr im TV auf SPORT1)

MONTAG:

1. FC Kaiserslautern - Fortuna Düsseldorf

Kaiserslautern: Sippel - Dick, Simunek, Torrejon, Löwe - Alushi, Orban - Matmour, Fortounis - Occean, Zoller

Düsseldorf: Giefer - Levels, Latka, Bruno Soares, C. Weber - Gartner - Lambertz, O. Fink - Paurevic - Benschop, Bance

Ausgangslage: Nach acht Spielen ohne Niederlage verlor Kaiserslautern zuletzt 2:3 in Dresden. Zu Hause sind die Lauterer noch unbesiegt (fünf Siege, zwei Unentschieden). Nach vier Niederlagen aus fünf Spielen wurde Mike Büskens in Düsseldorf beurlaubt. Interimstrainer Oliver Reck übernimmt das Team.

(Mo., ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1, LIVE auf SPORT1.fm und im LIVE-TICKER)

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