Friedhelm Funkel ist seit September Trainer der "Löwen" © getty

1860 verspielt in Überzahl die Führung, der Matchwinner der letzten Wochen schlägt aber wieder spät zu. Union taumelt weiter.

München - 1860 München bleibt in der 2. Bundesliga die Mannschaft der Stunde und hat mit seinem vierten Sieg in Serie den Anschluss an die Spitzengruppe hergestellt.

Im Duell der Tabellennachbarn setzten sich die Löwen 2:1 (0:0) gegen Union Berlin durch und überholten damit die Hauptstädter in der Tabelle (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Dominik Stahl gelang in der 86. Minute mit seinem vierten Saisontreffer das Siegtor für die Hausherren (So., ab 19 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1).

"Wir haben das 1:1 gut weggesteckt und weiter auf Sieg gespielt. Dafür sind wir belohnt worden", sagte ein zufriedener "Löwen"-Trainer Friedhelm Funkel drei Tage vor seinem 60. Geburtstag. Und Siegtorschütze Stahl meinte: "Ich habe im Moment einen Riesenlauf, so kann es weitergehen."

Mattuschka lässt Union hoffen

Kai Bülow hatte in der 65. Minute nach Vorarbeit von Moritz Stoppelkamp per Kopf den Führungstreffer für die Hausherren erzielt.

Zwei Minuten vor dem Tor hatte Michael Parensen auf Seiten der Gäste wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen.

In Unterzahl markierte dann Torsten Mattuschka in der 74. Minute per Foulelfmeter den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Gäste, die seit fünf Punktspielen auf einen Sieg warten.

Gäste starten gut

Vier Tage nach der bitteren 0:3-Pokalpleite gegen Ligarivale 1. FC Kaiserslautern präsentierten sich die Berliner erstaunlich selbstbewusst und hatten vor 18.400 Zuschauern zunächst mehr vom Spiel.

Klare Möglichkeiten konnte sich das Team von Trainer Uwe Neuhaus allerdings nicht herausspielen.

Nach 20 Minuten kamen die Löwen besser in die Partie und hatten durch Stoppelkamp (22.) eine gute Möglichkeit.

Stahl schlägt zu

Auch nach dem Seitenwechsel neutralisierten sich zunächst beide Teams, ehe Daniel Adlung in der 61. Minute mit einem Freistoß Union-Keeper Daniel Haas zu einer Glanztat zwang.

Nach dem 1:0 der Hausherren und dem fragwürdigen Platzverweis gegen Parensen sprach alles für den nächsten Sieg der Münchner, ehe Guillermo Vallori im eigenen Strafraum Sören Brandy zu Fall brachte und Mattuschka den fälligen Strafstoß verwandelte.

Als alles auf eine Punkteteilung hindeutete, sorgte der neue Löwen-Torjäger Stahl für die Entscheidung.

Beste Münchner waren Adlung und Stoppelkamp, bei den Hauptstädtern wussten besonders Brandy und Damir Kreilach zu gefallen.

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