Tobias Kempe (l.) kam im Januar aus Paderborn nach Dresden © getty

Die Arminia kann den Frankfurt-Erfolg im Kellerduell gegen Dresden nicht vergolden. Aoudia schlägt in der Nachspielzeit zu.

Bielefeld - Arminia Bielefeld und Dynamo Dresden haben einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf der 2. Bundesliga verpasst, zumindest jedoch einen wichtigen Punkt gesammelt.

Am 17. und letzten Spieltag der Hinrunde trennten sich die Teams mit 1:1 (0:0).

Gastgeber Bielefeld verbesserte sich dadurch vorläufig auf den Relegationsplatz, der achtmalige DDR-Oberliga-Meister bleibt mit zwei Zählern mehr im unteren Tabellenmittelfeld (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Marc Lorenz erzielte vor 14.587 Zuschauern mit einem direkten Freistoß in der 60. Minute das Führungstor für die Arminia im ersten Aufeinandertreffen beider Teams in einem Pflichtspiel. Mohamed Aoudia, in der 80. Minute eingewechselt, glich aus (90.+2) (ab 22.15 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1).

Janßen erlebt "Glücksmoment"

"Das ist ein Glücksmoment", sagte Dynamo-Trainer Olaf Janßen bei "Sky":

"Nach dem Katastrophenstart können wir schon zufrieden sein."

Für Bielefelds Patrick Schönfeld war der Last-Minute-Gegentreffer einfach "unfassbar bitter".

Schnee und viele Fehler

Mit dem Rückenwind aus dem 3:2-Überraschungssieg beim Aufstiegsanwärter 1. FC Kaiserslautern begann Dynamo schwungvoll und hatte durch Idir Ouali sowie Anthony Losilla (10.) die erste Doppelchance.

Aber auch Bielefeld, zuletzt nach einer langen Durststrecke in Frankfurt erfolgreich, versteckte sich nicht.

So entwickelte sich bei Schneefall eine temporeiche Begegnung - geprägt mit vielen Fehlern auf beiden Seiten.

Lorenz an die Latte

Nach der Pause sorgte Bielefelds Marc Lorenz (49.) mit einem Freistoß ans Lattenkreuz für den ersten Höhepunkt.

Im nächsten Versuch aus wesentlich spitzeren Winkel profitierte er von einem großen Patzer von Dynamos Torhüter Benjamin Kirsten, der am Ball vorbeischlug.

Anschließend verpasste es Bielefeld, frühzeitig für Klarheit zu sorgen. Dann schlug Aoudia zu.

Beste Spieler bei den Gastgebern waren Lorenz und Torwart Patrick Platins. Bei Dresden verdienten sich Ouali und Mickaël Poté die Bestnoten.

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