Für SPORT1-Experte Christian Beeck ist Büskens nicht hauptschuldig für Düsseldorfs Krise. In Cottbus sieht er eine Schockstarre.

Hallo Zweitliga-Freunde,

Fortuna Düsseldorf hat sich von Trainer Mike Büskens getrennt. Es ist ja immer einfacher, den Abteilungsleiter rauszuwerfen als die ganze Abteilung. Nun muss sich zeigen, ob die Entlassung das richtige Instrument zur Krisenbewältigung war.

Der Verein hatte vor der Saison einen Plan, aber irgendwo muss den Verantwortlichen ein Fehler unterlaufen sein. In Düsseldorf gibt es viele gute Einzelspieler, vielleicht stimmt die Mischung im Kader nicht.

Vereine wie der Karlsruher SC und SV Sandhausen zeigen, was man allein mit einer gut funktionierenden Mannschaft bewirken kann.

Düsseldorfs Interimstrainer Oliver Reck muss nun dafür sorgen, dass aus den Spielern sofort eine eingeschworene Einheit wird. Er muss klar ansprechen, dass es nur als Team zu regeln ist. Nur so kommt Düsseldorf da unten raus.

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In Cottbus ist die Lage noch prekärer. Der Verein verliert so langsam den Anschluss zu den Nichtabstiegsplätzen. Die ganze Region befindet sich deshalb in einer Schockstarre.

Allerdings kommen in dieser Situation auch die Fans wieder vermehrt ins Stadion. Sie merken, dass die Region etwas Wertvolles verlieren könnte. Wenn sie alle im Verein zusammenrücken, dann kann es wieder aufwärts gehen.

Die Mannschaft ist ja gut. Wenn man sich anguckt, wer da alles mitspielt, wundert man sich schon, dass der Verein so weit unten steht. Da muss in den vergangenen Monaten einiges schief gelaufen sein.

Am Wochenende fällt auch die erste Entscheidung: Ich glaube, dass der 1. FC Köln sich die Herbstmeisterschaft sichern wird. Bis zur Winterpause werden die oben bleiben. Kaiserslautern sollte es in den nächsten drei Spielen noch schaffen, an Greuther Fürth vorbeizuziehen.

Bei Union Berlin ist nach einem guten Start wieder Normalität eingekehrt. Die Mannschaft hat in den vergangenen Partie nicht wesentlich anders gespielt. Dafür hat sie nicht mehr so häufig getroffen und auch weniger Glück gehabt.

In den großen Spielen hat Union auch richtige Klatschen kassiert. Deswegen ist die Euphorie etwas abgeebbt.

Euer Christian Beeck

Christian Beeck absolvierte während seiner Profilaufbahn insgesamt 79 Bundesliga- und 88 Zweitligaspiele. Neben Union Berlin war er unter anderem für Hansa Rostock, Fortuna Düsseldorf und Energie Cottbus am Ball. Für Union und Cottbus war Beeck nach seiner aktiven Zeit als Spieler auch im Management tätig. Für SPORT1 analysiert der 41-Jährige ab dieser Saison das Geschehen rund um die Zweite Liga.

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