Florian Trinks erzielte gegen Cottbus sein drittes Saisontor © imago

Ein frühes Tor beschert den Kleeblättern drei wertvolle Punkte im Aufstiegsrennen. Schlusslicht Cottbus wacht erst spät auf.

Fürth - Die SpVgg Greuther Fürth hat Platz zwei zurückerobert, Energie Cottbus taumelt weiter Richtung Drittklassigkeit. Das Tabellenschlusslicht aus der Lausitz kassierte durch die 0:1 (0:1)-Niederlage in Franken die fünfte Niederlage in Folge und hat nun bereits vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Unter dem neuen Trainer Stephan Schmidt hat Energie in drei Spielen noch keinen Punkt geholt.

Die Gastgeber konnten in der Tabelle dafür wieder am 1. FC Kaiserslautern vorbeiziehen. Mittelfeldspieler Florian Trinks erzielte vor 9119 Zuschauern bereits in der 6. Minute den Siegtreffer.

Platzverweis für Schulze

Cottbus beendete die Partie zudem in Unterzahl, nachdem Abwehrspieler Michael Schulze in der 70. Minute wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah (So., ab 19 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1).

Cottbus-Trainer Schmidt klagte über das "zu einfache Gegentor", lobte sein Team aber für den leidenschaftlichen Auftritt nach dem Seitenwechsel. "Da haben wir in allen Bereichen gekämpft und auch Fußball gespielt. Aber klar ist auch, dass man an Ergebnissen gemessen wird", sagte Schmidt bei "Sky".

"Schöne Momentaufnahme"

Fürths Coach Frank Kramer nannte den Sprung auf einen Aufstiegsplatz eine "schöne Momentaufnahme" und war trotz der dürftigen Leistung seines Teams zufrieden: "Fußballerisch war das sicher keine tolle Leistung, aber darum ging es nicht. Es ging darum, sich durchzubeißen, und das haben wir gemacht."

Energie-Coach Schmidt hatte im Vergleich zur peinlichen 1:4-Heimpleite gegen den FSV Frankfurt gleich vier Veränderungen in der Startelf vorgenommen. Dennoch gab es einen Fehlstart. Beim 0:1 genügte ein langer Pass von Mergim Mavraj auf Torschütze Trinks, um die Energie-Abwehr auszuhebeln.

FCE-Torwart Robert Almer kassierte dann von Trinks auch noch einen Beinschuss.

Den Cottbusern war die Verunsicherung aufgrund der vielen Negativ-Erlebnisse zuvor deutlich anzumerken, auch wenn man dem Team um Kapitän Ivica Banovic magelnde Einstellung nicht vorwerfen konnte.

Hesl rettet gegen Bickel

Fürth ruhte sich dagegen zu sehr auf seinen knappen Vorsprung aus und hatte in der 44. Minute Glück, als Torhüter Wolfgang Hesl mit einem starken Reflex gegen Christian Bickel die Halbzeitführung rettete.

Zum Seitenwechsel reagierte Schmidt auf den Rückstand und brachte in Steffen Bohl den erst unter der Woche verpflichteten Neuzugang für Marc Andre Kruska.

Sanogo macht Druck

Diese Maßnahme brachte den gewünschten Effekt, Cottbus übte vor allem mit langen Bällen auf den wuchtigen Stoßstürmer Boubacar Sanogo deutlich mehr Druck aus. Die Hausherren setzten kaum noch Akzente nach vorne.

Neben dem starken Keeper Hesl wusste bei Fürth auch Torschütze Trinks zu überzeugen. Bei Energie verdiente sich Marco Stiepermann die beste Note.

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