Karlsruhes Manuel Torres (l., mit Ring) erzielte das zwischenzeitliche 1:1 für Karlsruhe © getty

Kaiserslautern rennt gegen Karlsruhe 90 Minuten an, verzweifelt aber am effektiven Aufsteiger. Der FCK verpasst den Sprung in die Spitzengruppe.

Kaiserslautern - Trotz 90 Minuten Powerfußball in bester Betzenberg-Manier hat der 1. FC Kaiserslautern den Sprung in die Spitzengruppe der Zweiten Liga verpasst.

Der viermalige Meister kam im brisanten Südwestderby gegen den Karslruher SC trotz klarer Überlegenheit nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus.(So., ab 19 Uhr HIGHLIGHTS im TV auf SPORT1)

Der Tscheche Jan Simunek (20.) und Willi Orban (62.) trafen für die Mannschaft von Trainer Kosta Runjaic, der in seinem fünften Pflichtspiel an der Lauterer Seitenlinie vergeblich auf den vierten Erfolg seiner Schützlinge hoffte. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Manuel Torres (40.) und Koen van der Biezen (74.) erzielten die Tore für den KSC im 50. Pflichtspiel-Duell der beiden Rivalen.

"Klar besser"

"Wir waren klar die bessere Mannschaft und hatten gefühlte hundert Chancen. Aber wir bekommen eben zwei dumme Gegentore, deshalb haben wir den Sieg auch nicht verdient - wir waren nicht clever genug", sagte FCK-Außenverteidiger Florian Dick nach dem Spiel gegen seinen Heimatklub bei "Sky".

Simunek trifft nach Ecke

Die 45.293 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion sahen in den ersten Minuten ganz starke Gastgeber, die den Karlsruhern kaum Zeit zum Luftholen ließen.

Außenverteidiger Chris Löwe (2.) und Torjäger Mohamadou Idrissou (5. und 8.) konnten die Chancen aber nicht nutzen.

Mit ein wenig Verzögerung sorgte dann Innenverteidiger Simunek nach einer Ecke per Direktabnahme für die verdiente Lauterer Führung.

Es war das erste Saisontor des 26-Jährigen.

Torres nutzt Missverständnis aus

Der Ausgleich durch Torres fiel aus heiterem Himmel.

Verantwortlich dafür waren in erster Linie der Lauterer Innenverteider Marc Torrejon und Torwart Tobias Sippel.

Beide behinderten sich in Slapstick-Manier gegenseitig und ermöglichten so den Treffer kurz vor der Pause.

KSC gnadenlos effektiv

Nach dem Seitenwechsel schnürte der FCK die Badener erneut in deren Hälfte ein.

Die Gäste überstanden den Belagerungszustand zunächst mit mehr Glück als Können. Die Lauterer konnten die Ballbesitzquote von 80 Prozent in der ersten Viertelstunde des zweiten Durchgangs nicht zu einem Tor nutzen.

Das gelang dem eingewechselten Orban erst zwei Minuten später.

Für den 20-Jährigen war es ebenfalls das erste Saisontor.

Der KSC schaffte den erneuten Ausgleich beim ersten Schuss auf das FCK-Tor im zweiten Durchgang.

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