Stand in Kaiserslautern noch bis 2014 unter Vertrag: Trainer Franco Foda © getty

Nach dem 0:4 in Aalen starten die Pfälzer früh in der Saison einen Neuanfang. Der Aufstieg soll mit neuem Personal gelingen.

München - Der 1. FC Kaiserslautern hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Trainer Franco Foda getrennt.

Als Gründe für die Trennung gelten das angeblich zerrüttetes Verhältnis zwischen Mannschaft und Foda sowie die desolate Leistung des Aufstiegskandidaten bei der jüngsten 0:4-Niederlage beim VfR Aalen.

Neben dem Cheftrainer muss auch dessen Assistent Thomas Kristle den verein verlassen.

Die Pfälzer belegen nach fünf Spieltagen dennoch den vierten Rang der Zweitliga-Tabelle. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Als Nachfolger Fodas werden nach SPORT1-Informationen der erst am vergangenen Montag beim VfB Stuttgart beurlaubte Bruno Labbadia und Kosta Runjaic gehandelt. Letzterer war zuletzt beim MSV Duisburg tätig.

Schäfer als Interimstrainer

"Wir haben nach der 0:4- Niederlage beim VfR Aalen viele intensive Gespräche geführt und die Situation analysiert. Die schon im Anschluss an die Relegationsspiele erarbeiteten Analysen und eingeleiteten Maßnahmen haben nicht die erhofften Wirkungen gezeigt", sagte Vorstandschef Stefan Kuntz:

"Der nun notwendige Schritt fällt uns sehr schwer, wir sehen aber keine andere Möglichkeit, um die negative Entwicklung zu stoppen und die Saisonziele nicht zu gefährden."

Auf Interimsbasis wird die Mannschaft im Heimspiel am Montag gegen Energie Cottbus von Co-Trainer Oliver Schäfer betreut.

Großer Umbau im Kader

Der ehemalige Nationalspieler und FCK-Profi Foda war erst im Juli 2012 zu seinem früheren Verein zurückgekehrt. Der 47-Jährige sollte den viermaligen deutschen Meister in die Bundesliga zurückführen.

In der vergangenen Saison verpassten er und die Mannschaft dieses Ziel erst in den Relegationsspielen gegen 1899 Hoffenheim.

Nach 16 Neuzugängen vor und während der Saison 2012/13 verpflichtete der FCK in diesem Sommer noch einmal sieben zum Teil bundesliga-erfahrene Profis. Eine Weiterentwicklung des Teams war aber zu selten zu sehen.

Foda ist nach Peter Pacult bereits der zweite Trainer, der in der 2. Bundesliga nach nur wenigen Saisonwochen gehen musste. Der Österreicher war bei Dynamo Dresden nach dem vierten Spieltag entlassen worden.

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